Dienstag, 24. Januar 2017

Flüchtlinge: Kompatscher trifft Sobotka

Österreichischs Innenminister Wolfgang Sobotka und Landeshauptmann Arno Kompatscher haben sich am Montag in Ridnaun getroffen und über die Flüchtlingssituation ausgetauscht.

Österreichischs Innenminister Wolfgang Sobotka und Landeshauptmann Arno Kompatscher haben sich am Montag in Ridnaun getroffen und über die Flüchtlingssituation ausgetauscht. - Foto: LPA/Dominik Holzer
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Österreichischs Innenminister Wolfgang Sobotka und Landeshauptmann Arno Kompatscher haben sich am Montag in Ridnaun getroffen und über die Flüchtlingssituation ausgetauscht. - Foto: LPA/Dominik Holzer

Nachdem Innenminister Sobotka in Innsbruck mit Landeshauptmann Günther Platter eine Sicherheitsvereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Tirol unterzeichnet hatte, stand ein Informationsaustausch mit Landeshauptmann Kompatscher im grenznahen Ridnaun an.

Bei dem Gespräch wurde vorausgeschickt, dass Österreich und Italien zu den von den Flüchtlingsbewegungen am meisten betroffenen Ländern in Europa zählen und die Belastungen derzeit nicht abnehmen würden.

Österreich: Sicherheit ist Thema Nr. 1

Innenminister Sobotka betonte gegenüber Südtirols Landeshauptmann, dass das Sicherheitsthema in Österreich für viele Menschen an erster Stelle stehe. Bei dem Treffen in Ridnaun wurde einmal mehr betont, dass es innerhalb Europas mehr Solidarität brauche, dass Europa endlich seine Außengrenzen absichern müsse und dass es in den Krisengebieten größerer Anstrengungen bedürfe.

Minister und Landeshauptmann sichern sich gegenseitig Unterstützung zu

Minister Sobotka und Landeshauptmann Kompatscher informierten sich gegenseitig über die derzeitige Migrationslage in Österreich und Südtirol und sicherten sich gegenseitige Unterstützung zu. Dabei betonte der österreichische Innenminister, dass Italien wie bisher seinen Verpflichtungen nachkommen müsse, zugleich aber mehr Unterstützung bei den Bemühungen um Rückführung der Flüchtlinge in ihre Ursprungsländer brauche.

Landeshauptmann Kompatscher nahm zur Kenntnis, dass Österreich im Falle "einer größeren Bewegung von Migranten" am Brenner Grenzkontrollen durchführen will, zeigte sich aber überzeugt davon, dass die gemeinsamen Anstrengungen dazu dienen werden, intensivere Maßnahmen zu vermeiden.

lpa/stol

stol