In der Regionalregierung muss künftig eine Frau sitzen <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/eine-frau-mehr-aber-auch-nicht-scharfer-protest-von-der-opposition" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Wir haben berichtet – hier lesen Sie mehr dazu).</a><BR /><BR />Diese eine Assessorin reicht für die Mehrheit dann aber auch. Obwohl die SVP ein weitergehendes Gesetz der Grünen mitunterzeichnet hatte, knickte sie im Regionalrat vor Lega und Fratelli ein. <BR /><BR /><embed id="dtext86-68286425_quote" /><BR /><BR />Arno Kompatscher sprach nach der Abstimmung von „Minimum als Kompromiss.“ Er hätte mehr gewünscht. Stimmt so nicht wirklich, sagt hingegen die Grüne Landtagsabgeordnete Brigitte Foppa. „Der Landeshauptmann hat nicht wirklich leidenschaftlich für die Rechte der Frauen gekämpft“, sagt sie mit uns im Gespräch. Sie gehe daher davon aus, dass Kompatscher einverstanden sei und dass es ihm „gutgehe“, dass nur eine Frau in der Regionalregierung sitzen muss.<BR /><BR />Oder hat er nur keine Mehrheit bekommen in seiner SVP-Fraktion? „Das glaube ich nicht“, sagt Foppa. „Wenn ich der Chef bin, dann bekomme ich auch eine Mehrheit zusammen“, sagt sie. „Ich glaube, Kompatscher wollte einfach nicht, dass mehr Frauen in der Regionalregierung sitzen müssen“, unterstellt sie dem Landeshauptmann.<BR /><BR /><embed id="dtext86-68286426_quote" /><BR /><BR />Dass die SVP damit aber widersprüchlich agiere – auf der einen Seite unterstütze sie die Aktion „No woman no panel“ für eine gerechte Darstellung der Geschlechter in den Medien und öffentlichen Debatten – auf der anderen Seite wolle man die Frauen kleinhalten in der Regionalregierung – sei wohl Strategie, vermutet die Grüne.<BR /><BR />„Wenn die SVP in dieser Abstimmung nur den Fratelli d'Italia nachgegeben hat, dann ist sie sehr schwach für eine Regierungspartei, wenn sie das aber bewusst gemacht hat, dann will sie nicht mehr Frauen in der Regierung“ so Foppa. „Und ich glaube, dass genau das der Fall ist.“<BR /><BR />Als „Schritt nach hinten“, bezeichnen auch die Vorsitzenden der Südtiroler Grünen, Elide Mussner und Luca Bertolini, die Entscheidung, dass eine Frau in der Regionalregierung genug ist: „Wenn man nicht bereit ist, für eine gerechte Vertretung der Politikerinnen in den höchsten Gremien der regionalen Politik zu stimmen, dann ist das eine klare Stellungnahme, die gegen Gleichberechtigung in der Politik geht“, sagen sie.