Knapp 2 Wochen sind seit dem Beginn der Bauarbeiten an der Nordtiroler Luegbrücke vergangen. Indes haben sich die Befürchtungen vieler bereits bestätigt: An manchen Reisetagen staute sich der Verkehr in beide Fahrtrichtungen. Geduld war gefragt. <h3> Entscheidung liegt bei Nordtirol</h3> „Die vorzeitige Aufhebung des Nachtfahrverbots könnte dem entgegenwirken, indem es den Lkw-Verkehr in die Nachtstunden verlagert“, schlägt Landesrat Daniel Alfreider vor. „So würde das Risiko für Staus und Wartezeiten tagsüber geringer ausfallen.“ Allerdings sei diese Entscheidung nicht Südtirols Kompetenz, sondern liege auf Nordtiroler Seite.<BR /><BR /><embed id="dtext86-68116715_quote" /><BR /><BR />Dass die Aufhebung des Nachtfahrverbots noch mehr Lkw-Verkehr auf die Brennerroute ziehen würde – wie vom Nordtiroler Verkehrslandesrat René Zumtobel befürchtet – bezweifelt Alfreider. „Da die Kapazität auf eine Spur reduziert ist, lässt sich sowieso nicht mehr Verkehr als bereits vorhanden abwickeln.“ <h3> Slot-System zur Aufteilung des Verkehrs</h3>Der Vorschlag des Dachverbands für Natur- und Umweltschutz, Teile des Lkw-Verkehrs in die Schweiz zu verlagern, ist laut dem Mobilitätslandesrat auch nicht die Lösung. „Dann hätten andere Gebiete das Verkehrsproblem“, sagt Alfreider. Mehr Sinn ergebe ein sogenanntes Slot-System, das dazu dient, den Verkehr digital zu managen und besser auf die Kapazität einer Infrastruktur aufzuteilen. „Allerdings stehen wir hier erst in den Startlöchern.“