Vor allem Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) warnte im Rahmen des traditionellen „landesüblichen Empfangs“ am Dorfplatz angesichts der kommenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor „antieuropäischen Kräften“ und Populisten, die „das Volk verführen“ würden.<BR /><BR />Man blicke derzeit „mit Sorge nach Europa“ und auch konkret in das deutsche Bundesland, in dem die AfD am 6. September vor einem großen Wahlsieg stehen dürfte, meinte Kompatscher in seiner Rede bzw. in seinen Grußworten am Dorfplatz im „Dorf der Denker“.<BR /><BR /> Der Landeshauptmann sprach von „antieuropäischen Kräften“, die die Wahl gewinnen könnten. Man dürfe es sich aber auch nicht zu leicht machen und nur von Lügen und Verführung reden, denn: „Es gibt einen fruchtbaren Boden.“ <h3> „Viele Menschen sind verunsichert“</h3>Viele Menschen in Europa seien „verunsichert“, zudem gebe es Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten, müsse man „Raubtierkapitalismus“ feststellen. Globale Tech-Konzerne seien etwa mittlerweile teils mächtiger als die politischen Verantwortlichen der Staaten und Regionen. „Das ist keine Entschuldigung für Nazis und faschistische Ideen, aber es ist ein fruchtbarer Boden“, erklärte Südtirols Landeshauptmann.<BR /><BR />Europa müsse dem unter anderem seine „Marktmacht“ entgegenstellen und „unsere Werte verteidigen.“ Wenn das Motto des diesjährigen 81. Europäischen Forums Alpbach „How Europe wins“ laute, dann sage er: „Europa gewinnt mit seinen Werten.“ Und auch mit seinen Regionen wie der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino, die den „Tirol-Tag“ ausrichtet: „Wir sind ein kleines Europa in Europa.“