Die Macht der Ölkonzerne, den Vormarsch der erneuerbaren Energien zu stoppen, schätzte Rifkin als überwindbar ein, speziell in Europa.In den Vereinigten Staaten sei er sich nicht ganz so sicher, konzedierte der Ökonom. Denn dort würden Wahlen noch immer mit Geld gewonnen. Zuletzt hätten sich in 98 Prozent der Fälle jene Kandidaten durchgesetzt, die über das höchste Budget verfügt hätten.Dies könnte angesichts des Sponsorings durch die Ölkonzerne allenfalls Einfluss auf politische Entscheidungen in Sachen Energiewende bringen.Insgesamt ist Rifkin jedoch zuversichtlich, dass der Transformationsprozess in den nächsten 20 bis 40 Jahren gelingen könne, auch wenn man nie wisse, ob Politiker nun die richtige oder die falsche Entscheidung träfen. Unterstützung werde aber aus vielen Branchen kommen, die von einer Wende profitieren würden, begonnen bei der IT- bis hin zur Transportindustrie.Zudem sieht Rifkin in der Einstellung der Jugend einen Antreiber für seine Pläne. Heute würden Jugendliche, vor allem weibliche, zu ihren Eltern gehen und nachfragen, wieso der Fernseher laufe, wenn keiner schaue oder ob wegen eines Burgers Regenwald für Weideflächen abgeholzt werden musste.Wirtschaftskammer-Präsident Leitl sieht Österreich in einer Vorreiter-Rolle, was die erneuerbaren Energien angeht. Gerade für kleinere Staaten bestehe die Notwendigkeit sich auf bestimmte Sparten zu spezialisieren.Und hier könnte Österreich – wie auch im Bereich der dualen Ausbildung – zum internationalen Role Model werden.apa