Dienstag, 21. Februar 2017

Francesco Palermos Schul-Testament

Eine mehrsprachige Schule als Zusatzangebot: Darauf zielt ein Gesetzentwurf ab, den Francesco Palermo im Senat eingebracht hat. Weil dort Neuwahlen anstehen, sind dessen Chancen gleich null. Trotzdem ärgert sich die SVP – doch vielleicht war ja gerade dies Zweck der Übung.

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Sofern 15 Eltern dies beantragen, sollen an deutschen und italienischen Grund- und Mittelschulen eigene Sektionen eingerichtet werden, in denen der Unterricht in gleichem Ausmaß auf Deutsch und Italienisch erfolgt.

Mit dieser Ergänzung zu Art. 19 (muttersprachliches Prinzip) des Autonomiestatuts möchte Palermo ein „freiwilliges Zusatzangebot“ schaffen.

Sein Vorschlag schaffe Wahlfreiheit: „Wer eine offene, innovative Schule will, bekäme sie. Wer lieber beim klassisch-konservativen Modell bleibt, der kann dies“, so Palermo. Die gängige deutsche und italienische Schule würde nicht berührt. „Es geht um ein Zusatzangebot.“

„Hier wird so getan, als wäre unsere Schule so verschlafen und rückwärtsgewandt, dass es eine gemischtsprachige Schule braucht, um endlich innovativ zu sein“, so Bildungslandesrat Philipp Achammer. Dem sei nicht so. Südtirol müsse weg von der „Schwarz-Weiß-Malerei“, wonach Mehrsprachigkeit nur durch ein anderes Schulmodell möglich sei. Im Rahmen der heutigen Möglichkeiten werde Mehrsprachigkeit an vielen Schulen innovativ umgesetzt. Es gehe um Qualität, nicht Quantität.

bv

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol