Die Pariser Verkehrsbetriebe RATP beschlossen am Dienstag, ihren Ausstand auch am Mittwoch fortzusetzen. Bereits am Dienstag fuhr auf mehr als der Hälfte der Metrolinien der Hauptstadt nur jeder zweite Zug. Auch die Eisenbahner wollen ab Mittwoch täglich entscheiden, ob der Streik weitergeht. Laut der Gewerkschaft CGT folgte am Dienstag mehr als die Hälfte der Eisenbahner dem Aufruf, die Arbeit niederzulegen.Die Leitung der Staatsbahn SNCF sprach von einer Beteiligung von 40 Prozent, mehr als beim vorangegangenen Streiktag am 23. September. Von den Hochgeschwindigkeitszügen TGV, die zwischen Paris und der Provinz verkehren, fuhr nur jeder dritte.Am Pariser Flughafen Orly fiel jeder zweite Flug aus, am Hauptstadtflughafen Charles de Gaulle war es jeder dritte. Auch Schulen und Postämter blieben geschlossen. Laut Bildungsministerium legte etwa jeder fünfte Lehrer die Arbeit nieder, laut Gewerkschaften war es fast jeder zweite. Bei der Post beteiligten sich nach Angaben der Arbeitgeber 16 Prozent der Mitarbeiter, nach Gewerkschaftsangaben 30 Prozent.Am Nachmittag war in Paris eine weitere Großkundgebung geplant, landesweit erwarteten die Gewerkschaften mehr als drei Millionen Menschen zu den Protestaktionen. In Toulouse versammelten sich am Vormittag laut Gewerkschaften 145.000 Menschen, den Behörden zufolge waren es 30.000 Zentraler Punkt der Pensionsreform, die derzeit im Senat debattiert wird, ist die Anhebung des Pensionsantrittsalters von 60 auf 62 Jahre. Die Regierung schloss weitere Zugeständnisse am Dienstag aus. „Man ist am Ende dessen angekommen, was möglich ist“, sagte Premierminister Franñois Fillon. Vergangene Woche hatte die Regierung kleinere Zugeständnisse etwa bei der Rente für Mütter von drei Kindern gemacht.