Sonntag, 10. Februar 2019

Frankreich nimmt 7 „Sea-Watch“-Migranten auf

Frankreich rudert in Sachen „Sea-Watch“-Migranten zurück. Das französische Innenministerium teilte am Samstag mit, dass Frankreich doch 7 der 47 Migranten aufnehmen wird, die vergangene Woche in Catania an Bord des Rettungsschiffes „Sea-Watch 3“ gelandet waren.

Die „Sea-Watch 3“ hatte die 47 Migranten am 19. Jänner vor der libyschen Küste von einem Schlauchboot an Bord genommen.
Die „Sea-Watch 3“ hatte die 47 Migranten am 19. Jänner vor der libyschen Küste von einem Schlauchboot an Bord genommen.

„Frankreich wird seiner Verpflichtung nachkommen“, so das Innenministerium in einer Presseaussendung. Ursprünglich hatte sich Paris zur Aufnahme von 9 Migranten bereit erklärte. Zuvor hatten italienische Medien berichtet, Frankreich wolle nur Flüchtlinge und keine Wirtschaftsmigranten, wie jene, die sich an Bord der „Sea-Watch“ befunden hätten, aufnehmen.

8 europäische Staaten – Italien, Deutschland, Malta, Frankreich, Portugal, Rumänien, Luxemburg und Litauen – hatten einem Abkommen zur Aufnahme der „Sea-Watch“-Migranten zugestimmt.

Die „Sea-Watch 3“ hatte die 47 Migranten am 19. Jänner vor der libyschen Küste von einem Schlauchboot an Bord genommen. Die Regierung in Rom hatte dem Schiff jedoch 12 Tage die Einfahrt in italienische Häfen verweigert. Die Migranten trafen am 1. Februar im sizilianischen Catania ein, nachdem sich 7 EU-Länder zu ihrer Aufnahme bereit erklärt hatten.

apa

stol