Sonntag, 29. November 2020

Französisches Gericht kippt Obergrenze von 30 Gläubigen bei Messen

Zum ersten Advent hat das oberste französische Verwaltungsgericht die Corona-bedingte Maximalzahl von 30 Gläubigen bei religiösen Veranstaltungen gekippt. Nach Auffassung des Staatsrats in Paris soll die Obergrenze bei 30 Prozent der Auslastung des Ortes liegen, wie die katholische Kirche Frankreichs am Sonntag mitteilte.

Die Obergrenze soll bei 30 Prozent des Ortsauslastung liegen, so das Gericht.
Die Obergrenze soll bei 30 Prozent des Ortsauslastung liegen, so das Gericht. - Foto: © APA (dpa) / Oliver Berg
Die bisher geltende Regelung ist demnach nicht verhältnismäßig und stellt den Versuch einer schwerwiegenden Einschränkung der Freiheit der Religionsausübung dar. Wie französische Medien und die dortige Nachrichtenagentur AFP einstimmig berichteten, hat die Regierung 3 Tage Zeit, um die Vorgabe zu überarbeiten.

Seit Samstag gelten in Frankreich erste Lockerungen der strikten Corona-Regeln. Auch nichtlebensnotwendige Geschäfte dürfen wieder öffnen, für Sport und Spazieren im Freien wird mehr Zeit eingeräumt. Präsident Emmanuel Macron hatte die Lockerungen in einer Fernsehansprache verkündet – darunter auch, dass Messen wieder mit maximal 30 Gläubigen stattfinden können. Die französische Bischofskonferenz hatte sich daraufhin an die Justiz gewandt.

apa/dpa