Dienstag, 14. Juli 2015

Frauenquote: Frau wettert gegen das Brett vor dem Kopf

Sie ist eine Frau und fordert die Abschaffung der "absurden" Frauenquote. Mit einem Foto und dementsprechenden Aussagen macht Landtagsabgeordnete Tamara Oberhofer auf die Schattenseiten "der von vielen Parteien hochgepriesenen Frauenquote" aufmerksam.

Tamara Oberhofer wettert gegen die von vielen Parteien hochgepriesenen Frauenquote.
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Tamara Oberhofer wettert gegen die von vielen Parteien hochgepriesenen Frauenquote. - Foto: © STOL

Der Glurnser Gemeinderat hätte laut Quotenregelung zwei Frauen in den Stadtrat hineinwählen müssen (STOL hat berichtet).

Dies war bis heute nicht möglich, da sich von den drei Gemeinderätinnen nur eine für das Amt zur Verfügung gestellt hat, die beiden anderen lehnten dankend ab. Nun muss das Verwaltungsgericht entscheiden, ob Glurns die gesetzliche Frauenquote umgehen darf (STOL hat berichtet).

Abschaffung gefordert

Die Freiheitliche Landtagsabgeordnete Tamara Oberhofer begrüßt mit vollem Respekt die Entscheidung der Glurnser Gemeinderätinnen und fordert die Abschaffung der „absurden“ Quote. 

„Einmal mehr zeigt sich, dass die gesetzliche Frauenquote nicht nur irrsinnig und undemokratisch ist, sondern dass selbst die Frauen in der Politik keine Freude daran haben. Die Entscheidung der beiden Glurnser Gemeinderätinnen, auf einen Stadtratsposten zu verzichteten, ist zu respektieren und zeugt von lobenswertem Selbstbewusstsein und Rückgrat", so Oberhofer.

Beschämende Bevormundung von Frauen

Das Beispiel Glurns verdeutliche, dass die Frauenquote nicht nur eine beschämende Bevormundung darstelle, die mit Gerechtigkeit und der Selbstverwirklichung der Frau nichts zu tun habe, sondern auch dass politische Prozesse, wie Ausschussbildungen unnötig verkompliziert werden. 

Kein Gesetz dürfe die individuelle Entscheidung von Menschen in einem derartigen Maße einschränken. "Dass nun die Verwaltung einer Gemeinde lahmgelegt wird und für den Steuerzahler sinnlose Kosten durch die Überprüfung des Verwaltungsgerichtes entstehen, haben nicht sie zu verantworten", wettert die Politikerin.

Angriff auf Feministinnen

Und damit nicht genug. Oberhofer setzt zum Rundumschlag gegen Frauenrechtlerinnen an. "Zur Rechenschaft müssen jene Feministinnen gezogen werden, die krampfhaft nach der Einführung der Frauenquote riefen, um Frauen aufgrund ihres Geschlechts und nicht primär basierend auf ihrer Kompetenz, Sitze in Führungspositionen zu sichern", schreibt die Landtagsabgeordnete in einer Aussendung. 

Zurecht gewiesen werden müssten auch jene Regierungspolitiker, die diese abstruse Theorie zum Gesetz machten, so Oberhofer.

Und: Die Frauenquote müsse sobald als möglich wieder abgeschafft werden, "um den wirklich starken Frauen, welche es gewohnt sind, durch Leistung zu überzeugen, eine echte Chance auf eine seriöse berufliche Wahrnehmung  zu ermöglichen.“

stol

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