Zwar sei an der Schließung der Einzelhandelsgeschäfte an Sonn- und Feiertagen grundsätzlich festgehalten worden, doch sehe das Gesetz selbst bereits eine Reihe von Ausnahmen vor, meint Frick. Zudem falle es in die Zuständigkeit der einzelnen Gemeinden weitere Abweichungen von der Sonn- und Feiertagsschließung festzulegen. Und die Gemeinden würden diese Zuständigkeit bezüglich Sonderöffnungszeiten in den Tourismuszonen ausnutzen. "Es ist aber festzustellen, dass sich die Sonntagsarbeit auf Bereiche ausdehnt hat, in denen es meiner Meinung nach nicht eine zwingende gesellschaftliche Notwendigkeit gibt. So werden Ausnahmen, ab einem gewissen Punkt, zur Regel. Auch die Verkäufer wollen, wie die meisten anderen Beschäftigten, einen freien Sonntag, den sie mit der Familie oder mit Freunden verbringen können", schreibt Frick. Die Gruppe der Beschäftigten im Handel umfasse ca. 26.000 Menschen und vergrößere sich mit den Familienangehörigen auf etwa 80.000 Personen, die direkt oder indirekt von der Sonntagsarbeit betroffen sind."Sonntagsarbeit muss die Ausnahme bleiben entgegen allen Tendenzen sie zum Regelfall zu machen, indem als wöchentlicher Ruhetag jeder beliebige Tag in Frage kommt", meint der Freiheitliche Obmann-Stellvertreter.Frick mahnt an, jene Gesetze und Normen zu überdenken, "die zu viele Ausnahmen zulassen und keine klaren Regelungen festsetzen". Es brauche eine Festlegung jener Feiertage, an denen eine Öffnung der Geschäfte nicht zulässig ist."Wir Freiheitlichen fordern eine Rückkehr zu den Zeiten, in denen eine Öffnung nur während der Weihnachtszeit und an einigen wenigen Sonntagen im Jahresverlauf zulässig ist. Die Regelungen der Ladenöffnungszeiten sind verbindlich mit den Interessensverbänden zu vereinbaren", schreibt Frick.Die Freiheitlichen verweisen auf das Beispiel Österreich, wo die Sonntagsruhe generell gelte und Ausnahmen wirklich ausnahmen seien: "Ich habe nie gehört dass in Österreich, wegen der Sonntagsruhe die Geschäfte zusperren müssen. Deshalb sollen alle Südtiroler Familien am Sonntag bewusst von Einkäufen Abstand nehmen und so wird sich in absehbarer Zeit die Sonntagsruhe von alleine wieder herstellen", schreibt Frick.stol