Dazu werde man im Laufe dieser Landtagssession einen entsprechenden Beschlussantrag einreichen, so Fraktionssprecher Pius Leitner.„Zentraler Punkt ist die Forderung, dass die Gemeinden an der Landesenergiegesellschaft einen Anteil von 50 Prozent plus eine Stimme erhalten sollen – und zwar kostenlos, wurde das Kapital der SEL AG doch ausschließlich von den Steuerzahlern erbracht“, so Leitner.Mit einer solchen Regelung falle auch der Vorwurf, dass das Land bei der Vergabe von Konzessionen an die SEL Schiedsrichter und Spieler zugleich sei.„So wie das Land vom Staat eine Finanzregelung erwartet, die von Rechtssicherheit geprägt ist, so sollte das Land dies auch den Gemeinden zugestehen“, betont Leitner.Natürlich seien zwischen Land und Gemeinden in Detailverhandlungen Klärungen vorzunehmen, etwa was eine bestimmte Berücksichtigung der Standortgemeinden von E-Werken betrifft. Wichtig sei auch, dass die Landesregierung endlich die Verträge mit Edison und ENEL zugänglich mache. Volksaktien werden von den Freiheitlichen abgelehnt, weil damit nicht garantiert werden könne, dass alle Bevölkerungsschichten davon einen Nutzen hätten. Wie sich jene 80.000 Südtiroler Volksaktien leisten können, die von Armut bedroht sind, wisse wohl nur die Landesregierung.„Es mutet zumindest seltsam an, wenn die Landesregierung den Anspruch erhebt, bis 2020 in der Energiepolitik autark zu sein, gleichzeitig aber mit Stromkonzernen Verträge abschließt, an denen wiederum Produzenten von Atomstrom beteiligt sind. Die Devise muss lauten: Südtiroler Strom in Südtiroler Hand und zwar so, dass die Menschen im Lande die Nutznießer sind“, so Leitner abschließend.