Der diesjährige Winter sorgr mit anhaltenden und massiven Niederschlägen in besonderer Weise für Straßensperren und Baustellen. "Besonders akut ist die Lage zwischen Bozen und Klausen. In Atzwang wurde die vom Land verwaltete Staatsstraße nach mehrwöchiger Sperre kurz für den Verkehr freigegeben, um dann wieder für längere Zeit gesperrt zu werden. Die einzige Verkehrsverbindung auf der Straße zwischen Bozen und Brixen ist somit die Brennerautobahn", so Leitner. Leider gebe es auf dieser im betroffenen Abschnitt gleich drei Baustellen. Dies habe zur Folge, dass es häufig zu langen Staus komme, was einerseits Einheimische und Gäste verärgere, andererseits aber zu finanziellen Einbußen führe. "Dass die Natur die Menschen immer wieder vor große Herausforderungen stellt und dass der Mensch die Natur nicht beherrschen kann, wird niemand in Abrede stellen. Dass im gegenständlichen Fall jedoch keine Koordinierung zwischen Landesverwaltung und Autobahngesellschaft, an der das Land ebenfalls beteiligt ist, stattfindet, empfinden die Betroffenen als Zumutung. Die Forderung nach Rückerstattung der entsprechenden Mautgebühren ist verständlich", betont der Landtagsabgeordnete.Er fordert in einem Beschlussantrag im Südtiroler Landtag auf die Landesregierung zu verpflichten, künftig bei Straßensperren infolge von Naturereignissen und Baustellen im Eisacktal eine Koordinierung mit der Brenenrautobahn anzustreben, um unnötige Staus zu verhindern.A22 AG weist Kritik zurückDie Brennerautobahn AG weist Kritik zurück und verweist auf den großen Erdrutsch in Blumau an der Fahrbahn, auf doppelte Turnusse und auf Arbeiten an Feiertagen, um die im Jahresplan vorgesehenen unaufschiebbaren Instandhaltungsarbeiten schnellstmöglich zu beenden. Diese fänden in den Wintermonate statt, um im Sommer, der verkehrsreichsten Zeit des Jahres, den Verkehr nicht zu behindern.