Montag, 05. Oktober 2015

Freiheitliche sagen "falschem Törggelen" den Kampf an

Die beliebte Tradition des "Törggelen" ist in Südtirol stark verbreitet. Schon lange bieten auch Gasthöfe, die keinen eigenen Wein keltern oder ein Buschenschank sind, das "Törggelen" an. Hier müsse etwas getan werden, fordert Sigmar Stocker von den Freiheitlichen.

Geht es nach den Freiheitlichen, soll in Zukunft klar erkennbar zu unterscheiden sein, wo im traditionellen Stil "getörggelet" werden kann.
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Geht es nach den Freiheitlichen, soll in Zukunft klar erkennbar zu unterscheiden sein, wo im traditionellen Stil "getörggelet" werden kann.

Das ‚Törggelen‘ sei eine besondere Tradition in einigen Weinbaugebieten Südtirols, wobei das Eisacktal als Ursprungsgebiet gilt, schreibt Stocker in einer Aussendung. Es gebe verschiedene Erklärungsversuche, man könne jedoch sagen, dass der Name von der „Torggl“, der Presse in den Kellern der Weinhöfe, stammt.

"Markenzeichen muss her"

"Bei diesen 'Torggeln' verkosteten Bauern und Weinhändler den neuen Wein. Heute ist das 'Törggelen' ein beliebter Brauch und ein besonderes kulinarisches Markenzeichen für ganz Südtirol geworden. Einheimische und Gäste verbinden damit Authentizität und Regionalität und das ist gut für das ganze Land. In den letzten Jahren ist jedoch vermehrt festzustellen, dass Betriebe das 'Törggelen' anbieten, welche keinen eigenen Wein keltern und keine Buschenschänke sind. Auch findet man die Angebote immer mehr in Tälern und Ortschaften, wo gar keine Reben gedeihen“, so Stocker weiter.

„Um die Authentizität des 'Törggelens' zu schützen und um zu verhindern, dass längerfristig ein Glaubwürdigkeitsverlust auftritt, sollte ein Markenzeichen für 'echte Törggelebetriebe' eingeführt werden, - vielleicht in Verbindung mit der Dachmarke Südtirol - damit Kunden und Gäste klar sehen, wo sie echtes Törggelen vorfinden und wo nicht. Ein diesbezüglicher Beschlussantrag wird diese Woche im Landtag behandelt werden“, so Stocker abschließend.

stol

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