Neben den von Durnwalder angesprochenen Themen werde man sich bei mehreren Themen klar positionieren. Beim Thema Einwanderung sei die Übertragung von staatlichen Zuständigkeiten ans Land Voraussetzung für eine wirksame Gestaltung der Zuwanderung und der Integration. Das Wahlgesetz für den Landtag fordern die Freiheitlichen u.a. „die Direktwahl des Landeshauptmannes ohne Mehrheitsbonus, die Briefwahl, die Beschränkung der Wahlkampfkosten und die Regelung für die Objektivierung der Verbände, die derzeit Vorfeldorganisationen der SVP sind.“Bei der klinischen Reform sei darauf zu achten, dass ein angemessener Mix aus öffentlich und privat entstehe. Die Marienklinik sei zu erhalten. Zu beenden sei zudem die Bevormundung der Familien, so die Freiheitlichen. Eine Stärkung der traditionellen Familien sei für den Fortbestand der Gesellschaft unerlässlich. „Die Entscheidungsfreiheit, ob Kinder zu Hause oder in Strukturen betreut werden, muss bei den Familien bleiben. Für eine wirksame Familienförderung braucht es steuerliche Maßnahmen wie das Familiensplitting, wobei die Steuer auf alle Familienmitglieder zu berechnen ist. Diesbezüglich ist mit dem Staat zu verhandeln. Das Landeskindergeld ist deutlich zu erhöhen und zwar im Sinne einer familienpolitischen Maßnahme und nicht als Almosen“, hieß es am Montag auf der Pressekonferenz.Zudem sei die Kaufkraft endlich konkret umzusetzen. „Territoriale Zusatz-Tarifverträge sind eine Möglichkeit, um im Hochpreisland Südtirol einen Ausgleich zu schaffen. 1.000 Euro in Süditalien sind real um rund 30 Prozent mehr wert als in Südtirol. Bei der ab 1. Juli 2011 geplanten Einkommens- und Besitzberechnung für die Ausschüttung sozialer Leistungen ist darauf zu achten, dass nicht die Fleißigen bestraft werden und dass etwa auch das Einkommen der Zuwanderer in den Herkunftsländern berücksichtigt wird.“ „Innovationsgesetz so schnell als möglich überarbeiten“ Habe der Landeshauptmann in seiner Regierungserklärung noch davon gesprochen hat, künftig mehr die Software, als die Hardware zu fördern, passiere das genaue Gegenteil. „Es werden Millionen an Steuergeldern in den Technologiepark, also in Infrastruktur investiert, anstatt diese Gelder den effektiv forschenden Betrieben an ihren bereits bestehenden Standorten zur Verfügung zu stellen. Auch müssen Förderungen für innovative Betriebe schneller und gezielter eingesetzt werden. Sollte ein neues Innovationsgesetz tatsächlich auf den Weg gebracht werden, dann werden wir uns anhand bestehender Beispiele aktiv an dessen Entstehung beteiligen“, so die Freiheitlichen.