„Wieder einmal hat sich gezeigt, dass Gottes Wege nicht unsere Wege sind. Noch bei der Haushaltsdebatte kurz vor Weihnachten haben wir gemeinsam um einen Kompromiss gerungen und niemand konnte ahnen, dass es die letzte politische Diskussion mit Seppl Lamprecht sein würde.“Dass Lamprechts Tod mit dem Jahresende zusammentreffe, könne man vielleicht auch so interpretieren, dass auch sein Weg zu Ende gegangen sei. „So wie aber der Jahreswechsel kein Ende darstellt, ist auch der Tod nur ein Wandel", so Leitner. "In den zwölf gemeinsamen Jahren im Südtiroler Landtag habe ich Seppl Lamprecht als fleißigen, interessierten und herzlichen Kollegen kennen und schätzen gelernt. Besonders in den zehn Jahren gemeinsamer Arbeit in der 2. Gesetzgebungskommission fiel er mir als gewissenhafter Volksvertreter auf. Auch wenn er zunächst immer auf seinen Bauernstand schaute, ließ er sich doch davon überzeugen, dass manchmal ein Ausgleich notwendig war. Seppl Lamprecht zeichnete sich immer dann aus, wenn es zwischen harten Positionen einen Mittelweg brauchte. Vielleicht taten wir uns mit ihm auch deshalb leichter, weil er als Angehöriger einer jüngeren Generation durch seine Offenheit zugänglicher war. Er wird dem Landtag fehlen, er hat aber seine Spuren hinterlassen, auf die wir immer wieder stoßen werden", so Leitner abschließend.