Die SVP stelle sich durch ihr Bekenntnis zu Mitte-Links auf die Seite des womöglichen Wahlsiegers, um die Wahlhürde von 20 Prozent auf regionaler Ebene zu schaffen und um zu zusätzlichen Posten und Einnahmen für die Parteikasse zu kommen. „Es spricht für sich und gegen die SVP, dass diese lieber mit den italienischen Linken verhandelt, anstatt eine gemeinsame Südtirol-Liste aller Südtiroler Parteien zu bilden“, schreibt Mair am Freitag in einer Aussendung an die Medien. „SVP liefert sich dem PD aus"Das Bündnis, das die SVP eingehe, sei dabei auf jeden Fall weitreichend und weit mehr, als ein Wahlbündnis. „So liefert sich die SVP jetzt schon bei kommenden Landtags- und Europawahlen dem PD aus und ist damit auch in Zukunft alles andere als unabhängig und frei.“Als bedenklich bezeichnet Ulli Mair auch die gemeinsam mit dem PD angekündigte Abänderung des Autonomiestatutes. „In Fragen, die den Ausbau und die Weiterentwicklung der Autonomie betreffen, sollten alle Südtiroler Parteien einbezogen werden, um Partikularinteressen und Eigeninteressen von vornherein auszuschließen und um das gemeinsame Anliegen Südtirol in den Mittelpunkt zu stellen.“Dass die SVP im Alleingang mit ihrem italienischen Partner über die Autonomie verhandeln wolle, verheiße nichts Gutes für Südtirol. Es liege der Verdacht nahe, dass der eine oder andere „Kuhhandel“ anstehe. „Südtirol muss damit rechnen, dass die SVP die Grundpfeiler unserer Autonomie opfert, um sich selbst zusätzliche Vorteile zu verschaffen, was für Südtirol weitreichend sein wird“, schreibt Mair weiter.Südtirol habe mit dieser SVP und ihrer Anbiederung an Mitte-Links keine unabhängige und blockfreie Südtirol-Vertretung mehr. „Demgegenüber stehen wir Freiheitlichen als blockfreie, unabhängige Südtirol-Partei und als Alternative zu Mitte-Links. Schlussendlich entscheidet nicht die SVP, wer Südtirol in Rom vertritt, sondern einzig und allein der Wähler.“