Sollte Landesrat Laimer im März schlussendlich angeklagt werden und dann zurücktreten, sei es für einen „sauberen Rücktritt“ im Sinne der politischen Konsequenz schon zu spät. „Bis heute haben die SVP-Spitze und die Landesregierung Laimer den Rücken gestärkt. Es hat im Landtag zwei Misstrauensanträge gegen Laimer selbst, aber auch gegen die Landesregierung gegeben. Entschieden hat sich die Mehrheit - samt den sogenannten SVP-Rebellen - bekanntlich in jeder Abstimmung für den Landesrat“, so Tinkhauser am Montag in einer Aussendung.Die SVP-Mehrheit habe bis heute immer eine Ausrede parat, um inkonsequent bleiben zu können. „Man meint die Skandale aussitzen zu können und glaubt, dass das Wahlvolk bis zum Wahltag alles vergessen hat – das wird sich dann zeigen. Damit in einer Demokratie eine Rücktrittskultur Einzug finden kann, wie von mehreren SVP-Exponenten selbst gefordert, muss der Wähler jene abstrafen, die das Volk an der Nase herumführen“, schreibt Tinkhauser. Die SVP habe null in Sachen Transparenz und Konsequenz in der Affäre um die SEL AG, den Landesrat Laimer und der noch offenen Frage um Stein an Stein getan, so Roland Tinkhauser.