Am Freitag wurde der Wahlpakt auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Die Freiheitlichen schickten in Südtirol Pius Leitner als Spitzenkandidaten ins Rennen für ein Mandat in Brüssel und in Straßburg. "Das Bündnis mit der Lega Nord ist eine technische Verbindung, bei der wir uns auf sieben Punkte geeinigt haben", so die Freiheitlichen. Das Bündnis gelte ausschließlich für diese Wahl."Die Lega Nord unterstützt unser Programm, um einen Freistaat zu verwirklichen", erklärte Ulli Mair. "Unter Berufung auf das unveräußerliche Recht auf Selbstbestimmung wird Südtirol durch Mehrheitsbeschluss unabhängig. Ein völkerrrechtlicher Vertrag mit Österreich und Italien ist die Grundlage für die internationale Anerkennung des Freistaates Südtirol", so die Obfrau der Freiheitlichen.Die "Blauen" befürworten, ebenso wie die Lega, den Ausstieg aus dem Euro als Einheitswährung. "Wir denken an Szenarien, zu welchen ein Euro erster und ein Euro zweiter Klasse gehört", so Leitner.Europa müsse zudem aktiv werden und sich der Einwanderung mittels Kontrollen und einer restriktiven Politik entgegensetzen. "Europa darf Abschiebungen nicht weiter verhindern und einschränken und die entsprechenden Entscheidungen den Staaten überlassen", forderte der Spitzenkandidat.Lega muss 4-Prozent-Hürde schaffenDie Lega muss auf Staatsebene die 4-Prozent-Hürde meistern. Nur dann hätte das Bündnis - und somit auch Leitner - eine Chance, ins EU-Parlament einzuziehen. Die Freiheitlichen treten auf der Lega-Liste im Wahlkreis Nord-Ost an.Auf der Liste wird das Logo der Lega zu sehen sein, das Logo der Freiheitlichen wird eingebettet. "Diesmal haben wir eine Chance, ins EU-Parlament einzuziehen", meinte Spitzenkandidat Leitner, der ca. 22.000 Vorzugsstimmen anpeilt.Bei der EU-Wahl darf jeder Wähler nur eine Vorzugsstimme abgeben. Sollte Leitner den Sprung ins Parlament schaffen, würde Hannes Zingerle in den Landtag nachrücken.