Die Freiheitlichen wollen zu diesem Anlass „Flagge zeigen“. Eine Verleihung des Ordens lehnen sie, unabhängig an wen er verliehen werde, ab, da er eine weitere Distanzierung von Tirol bedeute und der Festakt nur eine „Durni-Show“, bezahlt mit öffentlichen Geldern, sei.„Wir brauchen deshalb nicht eigens zu unterstreichen, dass wir selbstverständlich auch die Ordensverleihung an den italienischen Staats- und den österreichischen Bundespräsidenten Napolitano und Fischer, ablehnen und auch nicht nachvollziehen können. Diese beiden Herren nehmen den Orden stellvertretend für alle italienischen und österreichischen Politiker entgegen, die in der Vergangenheit einen Beitrag zur Autonomie geleistet haben, ohne jedoch Messbares dafür getan zu haben“, schreibt die Landesparteiobfrau der Freiheitlichen, Ulli Mair, in einer Aussendung.Politisch betrachtet, gehe es am 5. September um vieles mehr. Es gehe nicht nur allein um die Medaillen-Vergabe.„Erstmals treffen sich in Südtirol die Präsidenten jener beiden Staaten, die gegeneinander Krieg geführt haben, die bis vor nicht allzu langer Zeit im Streit waren und sich seit 20 Jahren versöhnlicher, ja auf offiziellem politischen Parkett, sogar freundschaftlich gegenüberstehen.“Die Freiheitlichen wollen in Meran mit einem Transparent anwesend sein, mit dem sie – laut eigenen Aussagen – die beiden Staatspräsidenten im „Freistaat Südtirol“ willkommen heißen wollen.Anschließend wollen sich die freiheitlichen Landtagsabgeordneten in das Meraner Kurhaus begeben, „auch auf die Gefahr hin, dass es aus bestimmten Kreisen wieder Polemik und Unverständnis geben wird“, schreibt Mair.stol