„Für uns bedeutet mehr Unabhängigkeit mehr Autonomie und mehr Europaregion“, erklärte SVP-Landessekretär Philipp Achammer am Freitag auf einer Pressekonferenz in Bozen. Die SVP wolle auf dem Unabhängigkeitstag ihr Autonomiekonzept vertreten.Senator Karl Zeller unterstrich, dass die von der SVP verfolgten Konzepte stimmig und umsetzbar seien, im Gegensatz zu jenen der Süd-Tiroler Freiheit und der Freiheitlichen.„Das Selbstbestimmungsrecht ist ein völkerrechtliches Prinzip“, unterstrich Zeller.Es sei aber „völliger Nonsens, dieses vom Staat einklagen zu wollen, so wie dies die Süd-Tiroler Freiheit mit ihrem Antrag an alle Parlamentarier in Rom nun tun will“, betonte der SenatorMan müsse den Menschen konkret sagen, was Sache sei.Während ein Zurück zu Österreich kaum nötige Mehrheiten in den Parlamenten finden würde, bedeute ein Freistaat nichts anderes als einen neuen Staat außerhalb der EU.„Vieles klingt einfach und gut“, so Zeller, „doch muss man den Leuten auch klarmachen, was danach kommt. Wir als Volkspartei geben mit unserem Konzept auf viele Fragen eine klare Antwort.“"SVP für Vollautonomie"In ihrer Landesversammlung vom März 2012 habe sich die SVP in der Resolution „Südtirol auf dem Weg zur Vollautonomie“ zum Ausbau der Eigenständigkeit Südtirols bekannt und beschlossen, das Konzept der Vollautonomie auf allen Ebenen voranzutreiben, so Achammer.In Meran werde die Partei deshalb ihr Konzept vorstellen, betonte SVP-Obmannstellvertreterin Martha Stocker.Der Volkspartei gehe es derzeit in erster Linie darum, in der Vergangenheit beschnittene Zuständigkeiten zurückzuholen sowie neue dazu zu bekommen, durch den Erlass von Durchführungsbestimmungen und die Anpassung des Autonomiestatuts.Freiheitliche: EU-Beitritt möglichPius Leitner von den Freiheitlichen verweist im Hinblick auf einen Freistaat Südtirol, der nicht mehr Mitglied in der EU wäre, auf Überlegungen von Uni-Prof. Bardo Fassbender, der Internationales Recht an der Universität der Bundeswehr München lehrt. Fassbender glaubt, dass ein Veto eines EU-Staates, der einen Teil seines Territoriums durch eine Abspaltung einer Region verloren hat, nicht legitim ist, wenn es als "Bestrafung" für den Austritt gedacht ist. Das schreibt der Uni-Professor in einem Artikel für die FAZ.stol