Mittwoch, 10. Juli 2019

Friaul befürchtet zunehmende Einwanderung von Balkan-Route

Friaul-Julisch Venetien befürchtet eine zunehmende Einwanderung von der Balkan-Route. Eine wachsende Zahl von Migranten versuche, über die slowenische Grenze in Triest und Görz (Gorizia) Italien zu erreichen. Daher seien gemischte italienisch-slowenische Grenzpatrouillen eingesetzt worden, berichtete Friauls Präsident Massimiliano Fedriga vor dem Parlament in Rom.

Eine wachsende Zahl von Migranten versuche, über die slowenische Grenze in Triest und Görz (Gorizia) Italien zu erreichen. Daher seien gemischte italienisch-slowenische Grenzpatrouillen eingesetzt worden. - Foto: Ansa
Eine wachsende Zahl von Migranten versuche, über die slowenische Grenze in Triest und Görz (Gorizia) Italien zu erreichen. Daher seien gemischte italienisch-slowenische Grenzpatrouillen eingesetzt worden. - Foto: Ansa

Das Innenministerium habe die Zahl der Grenzpolizisten in Friaul aufstockt. Seit dem 1. Juli seien die italienisch-slowenischen Polizeistreifen im Einsatz. „Auch Slowenien will die Zahl der Polizisten für Kontrollen an der Grenze zu Kroatien aufstocken“, erklärte Fedriga in seiner Ansprache am Mittwoch.

Eine „Anti-Migranten-Mauer“ an der slowenischen Grenze sieht Fedriga nur als Lösung für den Fall, dass alle anderen Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Migration nicht greifen würden. Die Strecke, auf der eventuell die Barriere errichtet werden sollte, wäre circa 30 Kilometer lang. Die gesamte Grenze zwischen Italien und Slowenien beträgt 232 Kilometer.

Seit dem 1. Juli sind vier gemischte italienisch-slowenische Streifen im Einsatz. Polizisten aus den beiden Ländern patrouillieren zusammen an der Grenze nahe Triest und Görz. Auf slowenischer Seite – in Koper und Nova Gorica (Neu-Görz) – sind drei gemischte Polizeistreifen im Einsatz. Die Patrouillen sind bis zum 30. September geplant und könnten danach verlängert werden, hieß es aus Rom.

apa

stol