Dienstag, 26. Mai 2020

Friaul wirft Österreich Dumping beim Tourismus vor

Kärntens Nachbarregion Friaul-Julisch Venetien ist verärgert, weil Österreich seine Einreisebeschränkungen gegenüber Italien aufrechterhält.

Friauls Präsident Massimiliano Fedriga zeigt sich verärgert.
Friauls Präsident Massimiliano Fedriga zeigt sich verärgert. - Foto: © ANSA / FILIPPO VENEZIA
„Es ist offenkundig, dass die Coronavirus-Epidemie genutzt wird, um Tourismusdumping zu betreiben“, klagte Friauls Präsident Massimiliano Fedriga im Interview mit RAI Radio 1 am Dienstag.

„Wenn man die Zahlen betrachtet, sieht man, dass in Deutschland die Zahl der Infizierten jener in Italien sehr ähnlich ist. Ich begreife nicht, warum die österreichische Grenze zu Deutschland und nicht zu Italien offen ist. Es ist klar, dass die Epidemie instrumentalisiert wird“, protestierte der Spitzenpolitiker der rechten Lega.

Der friulanische Präsident kritisierte, dass somit jegliche „europäische Regel“ zerstört werde. „Die sogenannten 'Sparsamen Vier', die die EU-Verträge strikt einhalten wollen, sind in Wahrheit die ersten, die diese missachten und zwar mit einer absolut gefährlichen Politik“, sagte Fedriga. Er rief die Regierung in Rom zu Gegenmaßnahmen zur Rettung des italienischen Tourismus auf.

apa