Freitag, 24. April 2020

„Fridays for Future“-Aktion auch in Bozen

In den letzten Wochen und Monaten ist es ruhig geworden um die Klima-Aktivisten der „Fridays for Future“-Bewegung von Greta Thunberg. Erstmals gab es nun wieder eine Aktion – auch in Bozen.

Klimaprotest am Balkon: „Jetzt marschieren oder später schwimmen“
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Klimaprotest am Balkon: „Jetzt marschieren oder später schwimmen“ - Foto: © FFF
Auch mitten in der Corona-Krise hat die Klimabewegung „Fridays for Future“ rund um den Globus einen entschlossenen Kampf gegen den Klimawandel gefordert. Eigentlich machen sie freitags auf der Straße auf sich aufmerksam – das ist zur Zeit aber kaum noch irgendwo möglich.

Also wurden die überwiegend jungen Aktivisten kreativ: In vielen Städten legten sie ihre Schilder diesmal auf den Boden, statt sie durch die Innenstädte zu tragen – oder „demonstrierten“ im Netz.

In Bozen stellten sich Aktivisten nacheinander vor dem Landtag, um so auf die Klimakrise und deren Folgen aufmerksam zu machen. „Wir sind nacheinander auf die Straße gegangen, sowohl in sozialen Netzwerken als auch persönlich, wie eine Prozession der Hoffnung, fern, aber gleichzeitig vereint durch das Verantwortungsbewusstsein gegenüber unserem Planeten“, heißt es in der Mitteilung der „Fridays for Future“-Bewegung Southtyrol.

#TreatEveryCrisis ist der Hashtag, den die „Fridays for Future“-Bewegung weltweit ins Leben gerufen hat. „Es bedeutet für uns, dass jede Krise als solche behandelt werden muss und dass wir auf die Wissenschaft hören müssen, weil wir mit komplexen und miteinander verbundenen Krisen konfrontiert sind. Der einzige Weg, besteht darin, einen globalen Blickwinkel zu haben und nicht ein Loch zu stopfen, um ein noch größeres zu öffnen.“


Die 17-jährige Schwedin Greta Thunberg, Initiatorin und Star der Bewegung, verbreitete am Freitag Twitter-Botschaften ihrer Mitstreiter in aller Welt. Sie kamen aus Russland, Indien, Bangladesch, Australien, Japan und vielen europäischen Ländern. Die Botschaften auf ihren Schildern: „Handelt jetzt!“, „Wir haben keine Zeit!“ und vor allem „Bekämpft jede Krise!“ – gemeint ist damit, über die Corona-Krise unter anderem den Klimawandel nicht zu vergessen.


dpa/pm/zor