Dienstag, 30. Juni 2015

Friede, Freude, Schutzhüttenkommission

3,2 Millionen Euro für die Sanierung der Schutzhütten hat die Landesregierung am Dienstag bereitgestellt. Zudem soll die Führung der 25 vom CAI ans Land über gegangenen Hütten in Zusammenarbeit mit den alpinen Vereine AVS und CAI erfolgen. Für Beratung und Verwaltung gibt's 40.000 Euro für die Vereine obendrauf.

Eine Komission wird entscheiden, wer welche Hütte führt und welche saniert wird.
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Eine Komission wird entscheiden, wer welche Hütte führt und welche saniert wird.

2011 sind 25 Schutzhütten vom italienischen Alpenverein CAI auf das Land Südtirol übergegangen. Seither hat das Land nach einem langfristigen Vergabekonzept zur Führung der Hütten gesucht - und ist bislang gescheitert.

Nachdem ein Wettbewerbsverfahren vor einem Jahr leer ausgegangen war, hat die Landesregierung einen neuen Weg eingeschlagen, der jetzt in eine enge Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Alpenverein (AVS) und dem CAI mündet. "Wir haben uns mit den Vertretern der Hüttenwirte sowie CAI und AVS zusammengesetzt und eine einvernehmliche Lösung erzielt", erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher nach der Sitzung der Landesregierung. 

Eine Kommission soll's richten

Inhalt der Vereinbarung ist die Einsetzung einer paritätischen Kommission, die aus AVS- und CAI-Vorsitzendem sowie den Direktoren der Landesämter für Bauerhaltung und Geologie und Baustoffprüfung besteht.

Diese Kommission wird ein Leistungsverzeichnis für die öffentliche Vergabe der Führung der Hütten ausarbeiten, die Führung der Hütten überwachen sowie eine Prioritätenliste für die Sanierung der Hütten ausarbeiten. 

AVS und CAI beraten, Land gibt Geld

"AVS und CAI werden eine Beraterfunktion für das Land übernehmen und werden auch in Bezug auf notwendige Instandhaltungsmaßnahmen beratend tätig sein", erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher. 

Allein durch die Pachtverträge werden nicht ausreichend Mittel bereitstehen, um alle nötigen Maßnahmen zu finanzieren. „Deshalb werden wir jährlich eine entsprechende Summe im Landeshaushalt dafür bereitstellen“, versprach der Landeshauptmann. 

Für die Dienstleistung, die AVS und CAI erbringen, erhalten sie jährlich eine Summe von 40.000 Euro, so Kompatscher. Aufgeteilt wird das Geld unter den Vereinen je nach Anzahl der von ihnen betreuten Schutzhütten. 

"Diese Kosten würden für das Land ohnehin anfallen, da die Aufgaben ansonsten von Mitarbeitern der Landesverwaltung übernommen werden müssten", betonte der Landeshauptmann.

stol

stol