Mittwoch, 13. Februar 2019

Friedensnobelpreisträger vor Gericht

Der Friedensnobelpreisträger und ehemalige Präsident Costa Ricas, Óscar Arias Sánchez, hat sich nach zwei Anzeigen wegen sexueller Gewalt vor Gericht verantworten müssen.

Arias Sánchez erhielt 1987 den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen für einen dauerhaften Frieden in Mittelamerika. - Foto: Facebook
Arias Sánchez erhielt 1987 den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen für einen dauerhaften Frieden in Mittelamerika. - Foto: Facebook

Sein Anwalt habe ihm dazu geraten, sich zunächst nicht öffentlich zu äußern, sagte der 78-Jährige beim Verlassen des Gerichts am Mittwoch zu Journalisten. Arias Sánchez sei der Aufforderung der Staatsanwaltschaft nachgekommen, so sein Anwalt Érick Ramos nach der Anhörung. Weitere Details nannte er nicht.

Zwei Frauen hatten Anzeigen gegen den Ex-Präsidenten erstattet. Eine Ärztin und Aktivistin wirft ihm vor, sie im Jahr 2014 in seinem Haus ohne Einwilligung an den Brüsten berührt zu haben und mit den Fingern in sie eingedrungen zu sein. Bei der zweiten Frau handelt es sich um eine ehemalige Schönheitskönigin Costa Ricas, die Arias Sánchez ebenfalls einen Übergriff vorwirft. Zudem erklärten zwei Journalistinnen öffentlich, Arias Sánchez habe sie ohne Einwilligung angefasst oder sexuell missbraucht.

Arias Sánchez erhielt 1987 den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen für einen dauerhaften Frieden in Mittelamerika. Das Präsidentenamt des zentralamerikanischen Staats bekleidete er zweimal, von 1986 bis 1990 und von 2006 bis 2010.

dpa

stol