Montag, 28. Mai 2018

Friedensnobelpreisträger Walesa zu Gast in Bozen

Mit seinem vehementen Eintreten für die Rechte der Arbeiter hat der gelernte Elektriker und Automechaniker Lech Walesa einst zum Ende des Kommunismus und des Kalten Krieges beigetragen. Im „Dolomiten“-Interview spricht der Pole als vehementer Verfechter Europas über die Bedeutung des Friedensnobelpreises, die Krise der EU und seine Ideale.

Lech Walesa während des Dolomiten-Interviews am Montag. - Foto: DLife
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Lech Walesa während des Dolomiten-Interviews am Montag. - Foto: DLife

Lech Walesa ist am Montagabend in der EURAC Bozen zu Gast. Zuvor traf sich der legendäre Solidarnosc- Führer mit den Dolomiten-Redakteuren Katrin Niedermair und Alex Zingerle zum Gespräch.

„Dolomiten“: Sie haben 1983 den Friedensnobelpreis erhalten. Wie hat sich das auf Ihr Leben und Ihren Kampf ausgewirkt?

Lech Walesa: Elektriker gibt es viele auf der Welt. Aber Elektriker mit dem Nobelpreis gibt es bloß einen, nämlich mich. Das hat mich unsterblich gemacht. Der Nobelpreis hat – genau zur richtigen Zeit – frischen Wind in die Segel unserer Bewegung geblasen. Ohne den Nobelpreis wäre es 1983 sehr schwer gewesen, weiterzumachen.

„D“: Ihr Leben steht im Zeichen des Kampfes und des Einstehens für elementare Bürgerrechte. Noch heute fühlen Sie sich in der Pflicht, die Stimme zu erheben. Warum?

Walesa: Ich will darauf hinweisen, dass sie – die Gegner Europas – falsch liegen. Aber ich sage auch, dass sie die richtige Diagnose haben. Die angewandte Kur ist aber falsch. Die EU muss erneuert, nicht zerstört werden. Ihr radikales Ansinnen besteht darin, die EU zu zerstören und das ist ein Fehler.

D/stol

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der morgigen Tagblatts "Dolomiten".

stol