Mit dem Führungskräftegesetz wurden 2022 alle Führungsaufträge der öffentlichen Hand zeitlich auf drei (1. Ebene, Abteilungsdirektoren) bzw. vier Jahre (2. Ebene, Amtsdirektoren) begrenzt. Während die Abteilungsdirektoren also letztes Jahr dran waren, verfallen im August 256 Positionen der zweiten Führungsebene: 2022 beim Land, 36 beim Sanitätsbetrieb, zehn in den Bezirksgemeinschaften und acht beim Wohnbauinstitut.<BR /><BR /> „Dass fast 80 Prozent der Führungspositionen zeitgleich verfallen, ist gewollt, denn wir wollen die Möglichkeit zum Wechsel fördern“, sagt der Generaldirektor des Landes, Alexander Steiner. Jeder, der nach dem 6. August noch Führungskraft sein will, musste sich bis Dienstag um 12 Uhr erneut um seinen bisherigen Job oder einen neuen bewerben. Da es sich um einen internen Aufruf handelt, waren nur jene 318 Personen zugelassen, die in das Führungskräfteregister des Landes für die zweite Ebene eingetragen sind.<BR /><BR />„Bei Ablauf der Frist sind 315 Interessensbekundungen eingegangen“, sagt Steiner. Es sei also davon auszugehen, dass sich fast jeder um die eigene Position wieder beworben hat. „Viele leisten einen tollen Job und ihre Vorgesetzten wollen sie bestätigen“, so Steiner.<BR /><BR /> Nichtsdestotrotz gibt es die Möglichkeit zum Wechsel: 59 haben ihre Hände aber auch nach einer oder mehreren neuen Jobs ausgestreckt. Amtsdirektionen sind je nach Größe und Komplexität gewichtet und unterschiedlich entlohnt. Man kann sich also ökonomisch verbessern oder einfach eine neue berufliche Erfahrung machen, indem man im selben Bereich von einer Körperschaft zur anderen wechselt.<h3> Noch genug Positionen für die zweite Runde</h3>Die Zeiten sind straff gesetzt. Innerhalb von zwei Wochen müssen die Ressortchefs oder beim Sanitätsbetrieb der Generaldirektor sog. Sachverhaltsermittlungen durchführen. In der Regel ein Motivationsgespräch, sofern es mehrere Bewerber gibt. Sollte sich ein Kandidat für zwei Posten als Idealbesetzung erweisen, darf er/sie auswählen.<BR /><BR />In fünf Wochen dürften die meisten Ernennungen erfolgt sein. Dann folgt ein zweiter Aufruf für jene Positionen, die vakant blieben. In der ersten Runde hat sich nämlich für zwölf Positionen beim Land kein Interessent gefunden, darunter einige im IT-Bereich. Auch zuvor waren bereits Direktionen unbesetzt. „Es bleiben also genug Positionen für die zweite Runde übrig“, so Steiner.