Der FUEN-Kongress hat einstimmig eine Resolution dieses Inhalts angenommen. <BR /><BR />Auch zahlreiche andere Völker und nationale Minderheiten haben keine einheitliche Schriftsprache, vor allem jene ohne Mutterstaat (kin state). Deshalb hat die Union Generela di Ladins dla Dolomites beim heurigen FUEN-Kongress einen Resolutionsentwurf eingebracht zur Verbesserung des schriftlichen Gebrauchs von Minderheitensprachen.<BR /><BR />„Das ist ein vor allem für kleine Minderheitensprachen wichtiges Anliegen“, sagte FUEN-Vizepräsident Gösta Toft bei der Vorstellung der Resolution. Er wies ausdrücklich darauf hin, dass in der Resolution vor allem auch die Regionen angesprochen werden: Sie sollen tätig werden. <BR /><BR />„Abgesehen von den Staatssprachen des Kontinents gibt es mindestens 69 staatenlose Sprachen. Der Gebrauch dieser autochthonen Sprachen durch die Minderheiten ist der Kern der Sprachenvielfalt in Europa“, heißt es in der Resolution. Kulturelle und sprachliche Vielfalt seien miteinander verbunden. „Ohne ihre eigene Sprache wird eine Kulturgemeinschaft verschwinden“, heißt es, und weiter: „Um die kulturelle Vielfalt zu erhalten, sollen aktive Sprachkompetenzen in den europäischen Minderheitensprachen auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene gefördert werden.“ <BR /><BR /><embed id="dtext86-61218122_quote" /><BR /><BR />In der einstimmig angenommenen Resolution (siehe digitale Ausgabe) fordert die FUEN die Regionen, die EU-Mitgliedsstaaten und die europäischen Institutionen auf, „die Ausarbeitung schriftlicher Standards für Minderheitensprachen zu fördern und zu unterstützen, wo solche fehlen, und die Verbreitung und Anwendung der bestehenden schriftlichen Normen für Minderheitensprachen zu fördern.“<BR /><BR />„Wir haben schon seit ein paar Jahren darüber nachgedacht, was wir unternehmen könnten, um die Frage einer einheitlichen Schriftsprache für die Ladiner voranzutreiben“, sagt Milva Mussner, die Vizepräsidentin der Union Generela. Sie führte die Delegation der Union Generela beim FUEN-Kongress in Fünfkirchen/Pécs an.<BR /><BR />Dann kam die Idee auf, eine Resolution dieses Inhalts bei einem FUEN-Kongress einzureichen. Die Union Generela erhofft sich dadurch Rückenwind für ihr Anliegen: Schließlich sind die Mitglieder der FUEN allesamt ausgewiesene Fachleute in Sachen Minderheiten, Sprache und Kultur. <BR /><BR /><embed id="dtext86-61218123_quote" /><BR /><BR />Zumal die FUEN-Mitglieder unbeeinflusst sind von den politischen Auseinandersetzungen rund um Ladin Dolomitan, ist ihre Stellungnahme eine unparteiische. Und sie ist eindeutig: Die Resolution wurde einstimmig angenommen. <BR /><BR />„Das ist sehr schön“, sagt Milva Mussner und erhofft sich auf lange Sicht einen Schub für das Anliegen der Union Generela di Ladins dla Dolomites.<BR />