Montag, 31. Dezember 2018

Fünf-Sterne-Bewegung schließt „Costa Concordia“-Helden aus

Einst wurde er als Held beim Schiffsunglück der „Costa Concordia“ vor Italien berühmt – seine Karriere in der Politik steht allerdings unter keinem guten Stern. Der ehemalige Küstenwachen-Kommandant Gregorio De Falco, der bei der Havarie des Kreuzfahrtschiffes „Costa Concordia“ mit der Beschimpfung des Kapitäns internationalen Ruhm erlangte, wurde aus der in Italien mitregierenden Fünf-Sterne-Bewegung ausgeschlossen.

Gregorio De Falco
Gregorio De Falco - Foto: © APA/EPA

Der Senator hatte sich immer wieder gegen die Linie der populistischen Partei ausgesprochen, vor allem beim Thema Migration.

In den vergangenen Wochen hatte er gegen das Migrations- und Sicherheitspaket des rechten Innenministers Matteo Salvini gestimmt. Er habe gegen den Ehrenkodex der Partei verstoßen, schrieb die Bewegung am Montag in ihrem Blog.

De Falco hatte bei dem Schiffsunglück im Januar 2012 den Kapitän Francesco Schettino mit einem Schimpfwort aufgefordert, wieder auf das sinkende Schiff zu gehen.

In Italien wurde er darauf als „Anti-Schettino“ gefeiert.

Bei dem Unglück starben 32 Menschen, darunter 12 Deutsche. Bei der Wahl im März wurde De Falco in den Senat gewählt.

dpa

stol