Montag, 26. August 2019

G-7-Gipfel endet mit Fortschritten im Irankonflikt

Mit Fortschritten im Irankonflikt und in globalen Handelsfragen ist der G-7-Gipfel in Biarritz am Montag zu Ende gegangen.

Donald Trump (links) und Emmanuel Macron.
Donald Trump (links) und Emmanuel Macron. - Foto: © APA/AFP

Nach der Vermittlung des französischen Staatschefs Emmanuel Macron sah US-Präsident Donald Trump eine „sehr gute Chance“ für ein Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Hassan Rouhani.

Zum Abschluss der dreitägigen Beratungen in dem französischen Seebad kündigte Trump auch an, dass die USA und China in ihrem Handelskrieg „sehr bald“ neue Verhandlungen aufnehmen werden. Er äußerte auch die Hoffnung auf ein „faires Handelsabkommen“ mit der Europäischen Union.

Regierungschefs demonstrieren Eintracht

Anders als bei den letzten beiden Gipfeln der sieben großen Wirtschaftsmächte in Italien und Kanada, die im Streit mit Trump endeten, bemühten sich die Staats- und Regierungschefs in Biarritz, Eintracht zu demonstrieren.

Wegen der Differenzen mit Trump wollte Gastgeber Macron ursprünglich und erstmals in der 44-jährigen Geschichte des G-7-Clubs auf eine gemeinsame Abschlusserklärung verzichten. Am Ende einigten sich die Teilnehmer doch noch auf ein gemeinsames Dokument, das allerdings nur eine Seite lang war.

Bewegung in Sachen Irankrise

Die Beratungen brachten neue Bewegung in die gefährliche Irankrise. Frankreichs Präsident sagte, die Diskussionen hätten die Voraussetzungen für eine Zusammenkunft zwischen Trump und Irans Präsident in den kommenden Wochen geschaffen. Trump sagte zu einem solchen Treffen: „Ich denke, es gibt eine sehr gute Chance, dass wir uns treffen.“

Es wäre ein historisches Ereignis, denn die USA sehen Iran als Feind und pflegen seit langem keine diplomatischen Beziehungen mit Teheran. Macron brachte für ein mögliches Iran-Spitzentreffen eine Beteiligung Deutschland ins Spiel. Es sei noch unklar, ob ein künftiger Gipfel nur zwei Mächte - also die USA und Iran - zusammenbringe oder mehrere Teilnehmer, so Macron.

apa/dpa

stol