Montag, 10. Mai 2021

Gahr: „Es ist Zeit für Schlussstrich zu Südtirol-Aktivisten“

„Es ist Zeit, einen Schlussstrich zu setzen.“ Dies erklärt der Vorsitzende des Südtirol-Unterausschusses, ÖVP-Nationalrat Hermann Gahr gegenüber der Tiroler Tageszeitung zur Begnadigung der in Österreich lebenden Südtirol Aktivisten.

Hermann Gahr war 2015 in Bozen zu Besuch.
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Hermann Gahr war 2015 in Bozen zu Besuch. - Foto: © DLife
Als „verstörend“ bezeichnet er hingegen die Aussagen des italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella. Dieser hatte am Sonntag gegenüber der Tageszeitung La Repubblica zu den Festnahmen in Frankreich erklärt, er hoffe „dass das Gleiche denjenigen geschieht, die sich der italienischen Justiz entzogen haben und ihr Leben auf der Flucht in anderen Ländern verbringen“.

„Im Südtirol-Ausschuss werden wir jetzt aktiv werden“, kündigt Gahr an. Schließlich solle im Juli ein Staatsbesuch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen in Italien geplant sein.

Auch bei Justizministerin Alma Zadic (Grüne) will sich Gahr für die Südtirol-Aktivisten einsetzen, schließlich wird Zadic in den nächsten Wochen mit ihrer italienischen Amtskollegin Luciana Lamorgese zusammentreffen.

Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, dankt Hermann Gahr und Peter Wurm in einer Aussendung für ihren Einsatz zur Begnadigung der Südtiroler Freiheitskämpfer sowie zur deutlichen Ablehnung der Forderung des italienischen Staatspräsidenten nach Auslieferung von „Terroristen“ an Italien. Es bedürfe auch unmissverständlicher Signale aus Südtirol.

ansa/stol