Donnerstag, 17. Dezember 2020

Ganz Italien rote Zone vom 24. Dezember bis 6. Jänner? Heute wird entschieden

Noch steht es in den Sternen, ob die italienische Regierung ganz Italien über die Feiertage und bis ins neue Jahr hinein zur roten Zone erklärt. Die Regierung von Premier Giuseppe Conte will somit eine dritte Infektionswelle im Jänner vermeiden. Heute soll eine Entscheidung fallen. Südtirol will indes einen eigenen Weg gehen.

Giuseppe Conte.
Badge Local
Giuseppe Conte. - Foto: © ANSA / Filippo Attili/US Palazzo Chigi
Alle Regionen Italiens sollen wieder rote oder zumindest orange Zone mit Teil-Lockdowns werden und zwar ab dem 24. Dezember bis zum 6. Jänner 2021. Damit würden Geschäfte und Lokale geschlossen bleiben und die Reisefreiheit stark eingeschränkt werden.

Über diese mögliche Verschärfung der Restriktionen sprach Premier Giuseppe Conte am Mittwoch mit den Delegationen der Regierungsparteien.

Es wird heftig diskutiert in Rom, die Fronten sind verhärtet: Während Regionen wie Venetien, Friaul-Julisch Venetien, Marken, Molise und Latium die Regierung aufrufen, ganz Italien in eine rote Zone mit Lockdown über die Feiertage umzuwandeln, sind andere Regionspräsidenten wie Liguriens Regionalchef Giovanni Toti dagegen. Auch SVP-Senatorin Julia Unterberger setzt sich für Bewegungsfreiheit zwischen den Gemeinden ein.

Der Handel warnte vor katastrophalen Auswirkungen auf die Wirtschaft, sollte ein Lockdown während der Weihnachtsfeiertage verhängt werden. Die Verluste bezifferte der Handelsverband Confesercenti auf zehn Milliarden Euro. Drei Milliarden Euro würde der Umsatzverlust von Restaurants und anderen Lokalen betragen, wenn sie über die Weihnachtsfeiertage geschlossen bleiben müssten.

Am heutigen Donnerstag soll im Palazzo Chigi eine Entscheidung fallen.

In Südtirol wird derzeit über eigene Regelungen diskutiert. Hierzulande sollen die Menschen die engsten Verwandten an Weihnachten besuchen bzw. zusammen feiern dürfen – auch über die Gemeindegrenzen hinaus.

Inzwischen kündigte Polizeichef Franco Gabrielli strenge Kontrollen auf Autobahnen, Bahnhöfen und Flughäfen während der Weihnachtsfeiertage an. 70.000 Sicherheitskräfte werden kontrollieren, dass sich die Italiener an die Vorschriften halten. Die Bürgermeister wollen Ansammlungen in den Stadtkernen verhindern.

vs/ansa/apa

Alle Meldungen zu: