Dienstag, 26. Mai 2020

Gastronomie und Friseure: FFP-2-Maske nicht mehr Pflicht

Bei der virtuellen Medienkonferenz am Dienstagnachmittag hat Landeshauptmann Arno Kompatscher einige Neuerungen zu den Sicherheitsvorschriften gegen das Coronavirus bekanntgegeben.

Ein Schutzvisier und eine OP-Maske ersetzen die unbeliebten FFP-2-Masken.
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Ein Schutzvisier und eine OP-Maske ersetzen die unbeliebten FFP-2-Masken. - Foto: © unsplash
Die Landesregierung hat sich am Dienstag mit der Anlage A zum Landesgesetz befasst, diese regelt verschiedene Verhaltensvorschriften in Wirtschaft und Freizeit. Mit Beschluss der Landesregierung wurde eine Anpassung beim Thema Schutzmasken gemacht.

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Außerdem stellte Kompatscher klar: „Es gilt immer die Landesregel. Nur wenn das Landesgesetz auf die staatliche Regel verweist, dann gilt die Staatsnorm. Zum einen haben wir das Prinzip beibehalten: Entweder 2 Meter Abstand oder Mund-Nasenschutz, sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen. Es sei denn, es ist anders vorgesehen“.

FFP-2-Maske nicht mehr Pflicht

Im Bereich Handel wurde die Verwendung von Einweghandschuhen im Lebensmittelgeschäft als verpflichtend eingestuft. Im Bereich Beherbergung gibt es eine Erleichterung: Nicht mehr die FFP-2-Maske als Mindeststandard vorgesehen, sondern die chirurgische Maske. „Das Tragen einer FFP-2-Maske über einen längeren Zeitraum wird bisweilen als sehr anstrengend empfunden, deswegen in Gastronomie und z.B. bei Friseuren, darf nun auch OP-Maske verwendet werden“, so Kompatscher. Diese Regelung gilt für alle betroffenen Berufe.

Wenn in Gastronomie künftig seitlich ein Meter Abstand, frontal 1,5 Meter Abstand. Sonst braucht es zusätzlichen Schutz, z.B. Plexiglas. Ähnliche Regeln gelten auch bei Übungen und Proben für Musikkapellen und Chören.

Nicht nur Fitnessstudios, auch Sporthallen dürfen Tätigkeit wieder aufnehmen, z.B. Kletterhallen. Vor und nach jeder Benützung von Sportgeräten (Kletterwand o.a.) müssen diese desinfiziert werden, bzw. gilt eine Handschuh-Pflicht. Auch gilt die 1/10-Regel für die maximal anwesenden Personen, der Zwei-Meter-Abstand bzw. Ein-Meter-Abstand mit Mundschutz und die Laser-Fierbermessung vor Aktivitätenbeginn für alle. Kleider und persönliche Gegenstände müssen in Taschen verstaut sein, auch in den Schließfächern. Auch für Freibäder gilt, dass Umkleiden und Duschen noch nicht verwendet werden dürfen. Die Landesregierung arbeitet an Katalog für Lockerungsmaßnahmen.

Ausgenommen bleiben weiter Mannschaftssportarten und Schwimmbäder in geschlossenen Räumen. Für den organisierten Profi- und Amateursport mit Sportveranstaltungen und Sportwettbewerben gelten auch für Südtirol die staatlichen Bestimmungen und Sicherheitsprotokolle.

Freischwimmbäder: Abstände einhalten und Ausstattung desinfizieren

Freischwimmbäder sind bereits offen. Die Landesregierung hat in einem eigenen Abschnitt die Regeln zusammengefasst: Für die privaten und öffentlichen Schwimmbäder im Freien und die Thermalanalgen gilt ebenfalls die 1/10-Regel bezogen auf die nutzbare Fläche, aber nicht auf die Wasserfläche. Zwischen den Personen muss ein Abstand von zwei Metern sein, der auf einen Meter reduziert werden kann, sofern Mund-Nasen-Schutz getragen wird (Ausnahme: Zusammenlebende). Umkleidekabinen und Duschen in Innenräumen dürfen nicht genutzt werden. Am Eingang, an den Kassen, an den Toiletten und bei Sitzvorrichtungen muss Handdesinfektion möglich sein. Der Kassenbereich muss mit Schutzvorrichtung abgetrennt werden. Liegen, Sonnenschirme und andere Ausstattung, die Gäste nutzen, muss nach einem Personenwechsel desinfiziert werden. Naturbadeteiche, Kinderschwimmbecken und an Freibäder angeschlossene Hallenbäder bleiben geschlossen.


Öffentliche Feste und Feiern bleiben bis auf weiteres verboten.

zor

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