Auch Daten eines Online-Trackers der Initiatoren der Flottille sowie des Schiffsverfolgungssystems MarineTraffic zeigen, dass Teile des Bootsverbands in die Bucht von Ierapetra eingelaufen sind. Die israelische Marine hatte in der Nacht auf Donnerstag mehr als 20 Schiffe der „Global Sumud Flotilla“ abgefangen und nach eigenen Angaben 175 Menschen festgenommen.<BR /><BR />Griechenland erklärte sich bereit, die von der israelischen Marine festgenommenen Personen aufzunehmen und ihre Rückreise in die Herkunftsländer zu ermöglichen. Wie griechische Medien übereinstimmend berichteten, seien diese Menschen am Freitag zum kleinen Hafen von Atherinolakos im äußersten Südosten Kretas gebracht worden. Sie sollten danach in die kretische Hafenstadt Heraklion reisen.<BR /><BR />Das israelische Vorgehen gegen den internationalen Schiffsverband mit Gaza-Hilfsgütern im Mittelmeer löste in Berlin und Rom große Sorge aus. Eine gemeinsame Erklärung legt nahe, dass der Stopp der Flottille in internationalen Gewässern aus Sicht der beiden Regierungen möglicherweise nicht mit dem Völkerrecht vereinbar ist.