Größere Städte wurden nicht mehr angegriffen. Auch Israel flog erstmals seit Tagen keine Luftangriffe auf den Gazastreifen.Die israelische Regierung und die islamistischen Gruppen Islamischer Jihad und Palästinensischer Volkswiderstand hatten sich unter ägyptischer Vermittlung auf ein Ende der Feindseligkeiten verständigt.Bei rund 40 gezielten israelischen Luftangriffen im Gazastreifen seit Freitag wurden nach palästinensischen Angaben insgesamt 25 Menschen getötet und mehr als 70 weitere verletzt. Auf Israel wurden nach Angaben der Armee etwa 200 Raketen und Mörsergranaten abgeschossen.Davon seien 56, die auf städtische Zentren zielten, von dem Raketenabwehrsystem „Eisenkuppel“ abgefangen werden.Es handelte sich um die schlimmste Eskalation der Gewalt seit der israelischen Großoffensive vom Winter 2008/09. Bei der dreiwöchigen Offensive mit der Bezeichnung „Gegossenes Blei“ waren mehr als 1400 Palästinenser getötet und über 5000 weitere verletzt worden.Nach Angaben aus hochrangigen ägyptischen Sicherheitskreisen verpflichteten sich beide Seiten, „die laufenden Operationen zu beenden“ und „eine umfassende gegenseitige Ruhephase“ einzuläuten. Zudem habe Israel die ungewöhnliche Zusicherung abgegeben, vorerst auf „gezielte Tötungen“ radikaler Palästinenser zu verzichten.„Wir erwarten, dass die Waffenruhe hält, aber wir können nicht sicher sein. Deshalb bleiben unsere Truppen in Bereitschaft“, sagte der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak am Dienstag.