Dienstag, 26. April 2022

Gazprom stoppt Gaslieferungen auch nach Bulgarien

Der russische Staatskonzern Gazprom stoppt ab Mittwoch alle Gaslieferungen nach Bulgarien.

Gazprom stoppt die Lieferungen nach Bulgarien und Polen. - Foto: © ANSA / DAREK DELMANOWICZ / STR

Das bulgarische Gasunternehmen Bulgargas sei am Dienstag darüber informiert worden, dass Gazprom die Erdgaslieferungen ab dem 27. April aussetzen werde, teilte das Wirtschaftsministerium in Sofia mit. Zuvor hatte bereits Polen den von Gazprom verkündeten Stopp russischer Gaslieferungen über die Jamal-Pipeline gemeldet.

Der staatliche russische Gaskonzern Gazprom hat Berichte über einen angeblichen Gaslieferstopp von russischem Erdgas nach Polen nicht bestätigt, erklärte der Sprecher des Unternehmens, Sergej Kuprijanow, laut TASS in Moskau. Dessen ungeachtet erklärte der polnische Gaskonzern PGNiG, Russland werde alle Gaslieferungen an Polen einstellen.

Keine Lieferungen nach Polen

Ab Mittwoch sollen keine Lieferungen an Polen mehr erfolgen, teilte der polnische Erdgaskonzern PGNiG am Dienstagabend in Warschau mit. Man sei durch den russischen Erdgaskonzern Gazprom informiert worden.

Polen will Erdgas nicht wie von Russland gefordert in Rubel bezahlen. PGNiG sieht in der Entscheidung einen Bruch bestehender Verträge. Man wolle Schadenersatz wegen Vertragsbruch fordern.

Gazprom hatte betont, dass Polen mit dem heutigen Tag verpflichtet sei, für die Gaslieferungen gemäß dem neuen Zahlungsverfahren zu zahlen. Der Sender Polsat und die Web-Seite Onet.pl hatten berichtet, die Gasversorgung Polens über die Jamal-Pipeline sei gestoppt worden.
Onet.pl schrieb, der Schritt könnte eine Reaktion Moskaus auf die Weigerung Polens sein, den jüngsten Forderungen Russlands nachzukommen, das Erdgas in Rubel, zu bezahlen. In Warschau sei im Ministerium für Klimaangelegenheiten ein Krisenstab eingerichtet worden.

Alle Berichte zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier.

apa/dpa

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden