Das Haus im Zentrum der Stadt sei von mehreren Geschossen getroffen worden, teilte die syrische Opposition mit. Augenzeugen hätten nach dem Anschlag vom Samstag berichtet, dass Rauch aus dem Gebäude aufgestiegen sei. Zudem seien Explosionen zu hören gewesen.Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. In der Vorwoche hatten Deserteure der syrischen Armee nach eigenen Angaben einen Militärposten bei Damaskus sowie in der Stadt Hama angegriffen.In der Nacht auf Sonntag war das Ultimatum der Arabischen Liga gegen das syrische Regime wegen dessen brutalen Vorgehens gegen die Opposition abgelaufen. Ultimatum für Syrien abgelaufen, Assad bleibt unnachgiebigUnterdessen ist das Ultimatum der Arabischen Liga gegen das syrische Regime wegen dessen brutalen Vorgehens gegen die Opposition abgelaufen. Der syrische Präsident Bashar al-Assad machte in einem Interview der britischen Zeitung „Sunday Times“ unterdessen klar, dass sich Damaskus nicht dem Druck aus dem Ausland beugen werde. Im Falle einer ausländischen Militärintervention sei er „selbstverständlich“ bereit zu kämpfen und zu sterben, sagte Assad in dem Interview.Der Arabischen Liga, deren Ultimatum zur Beendigung der Gewalt in Syrien in der Nacht zum Sonntag ablief, warf er vor, lediglich einen Vorwand für eine westliche Militärintervention schaffen zu wollen. Dies käme aber einem „Erdbeben“ im Nahen Osten gleich und würde die ganze Region destabilisieren. Der 46-Jährige kündigte an, weiter gegen „bewaffnete Banden“ vorgehen und „Recht und Ordnung“ durchsetzen zu wollen.Die Arabische Liga hatte Syrien am Mittwoch eine Frist von drei Tagen gesetzt, um die seit Monaten anhaltende Gewalt gegen die Zivilbevölkerung zu beenden und andernfalls mit wirtschaftlichen Sanktionen gedroht. Zudem hatte die Liga die Mitgliedschaft Syriens ausgesetzt. Dies bezeichnete Assad in dem Interview als „irrelevant“. Seit dem Beginn der Proteste gegen Assads Regierung Mitte März starben nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 3.500 Menschen. Assad selbst gab die Zahl der toten Zivilisten in der „Sunday Times“ mit 619 an. Zudem seien 800 Sicherheitskräfte getötet worden.Oppositionsanhänger berichteten am Samstag von erneuten Angriffen auf die Protesthochburg Homs. Insgesamt kamen am Samstag landesweit 13 Oppositionelle ums Leben, die Zahl der Verletzten wurde von Aktivisten mit rund 140 angegeben. Zudem seien vier Angehörige des syrischen Geheimdienstes in der Provinz Hama getötet worden. Nach Angaben der staatlichen Agentur Sana wurden in der Provinz Idlib 140 Menschen bei Razzien „gegen Terroristen-Gruppen“ festgenommen.Die syrische Regierung sollte sich bis zum späten Samstagabend entscheiden, ob sie Beobachter der Arabischen Liga ins Land lässt. Ansonsten will die Organisation Sanktionen beschließen. Die syrische Regierung forderte zuletzt in einem Brief an den Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, Änderungen an dem Protokoll der Liga, das die Einzelheiten dieser Beobachtermission regeln soll.dpa/apa/afp