Die Finanzhilfe wird in der von Suica angekündigten Initiative „Team Gaza“ gesammelt. Die Initiative solle dabei helfen, die Hilfe der EU-Länder und ihrer internationalen Partner im Gazastreifen zu koordinieren, sagte die Kommissarin. Teil der Initiative sind neben EU-Ländern wie Österreich etwa Großbritannien, Norwegen, Japan und die Schweiz. Der Kommission zufolge haben auch Australien und Kanada Interesse an einer Beteiligung bekundet.<BR /><BR />An der inzwischen zweiten Geberkonferenz der EU für die Palästinenser rund um die Folgen des Gaza-Kriegs nahmen auch Vertreter der USA sowie des von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen „Friedensrats“ teil, darunter dessen Gesandter Nickolay Mladenov. Bei dem Treffen von mehr als 60 Delegationen sollte es unter anderem um die finanzielle Stabilität der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) gehen. Seitens der Palästinenser waren der Ministerpräsident der PA, Mohammed Mustafa, sowie erstmals Ali Shaath, der Vorsitzende der Übergangsverwaltung in Gaza, dabei.<BR /><BR />Suica sagte, eine funktionierende PA sei „unverzichtbar“ für Frieden und Nachhaltigkeit in der Region. Sie forderte Israel zudem dazu auf, finanzielle Einschränkungen aufzuheben und den Zugang humanitärer Hilfe zum Gazastreifen zu verbessern. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas betonte, dass die Unterstützung der EU an Reformen der Autonomiebehörde gekoppelt sei. Seit 1994 hat die EU nach eigenen Angaben fast 30 Milliarden Euro an Hilfsgeldern zur Verfügung gestellt.<BR /><BR />Die auch im Gazastreifen tätige Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen ließ in Reaktion auf die Ergebnisse der Geberkonferenz wissen: Das positives Signal, dürfe „nicht davon ablenken, dass die Menschen in Gaza zuallererst humanitäre Hilfe brauchen“. Marcus Bachmann, humanitärer Berater von Ärzte ohne Grenzen Österreich und ehemaliger Einsatzleiter in den besetzten palästinensischen Gebieten wurde in einem der APA übermittelten Aussendung mit den Worten zitiert: „In Gaza fehlt es nach wie vor an Medikamenten und medizinischen Gütern, an Nahrungsmitteln und an sauberem Trinkwasser. Solange Menschen in Gaza an vermeidbaren Krankheiten sterben, solange Verwundete nicht ausreichend versorgt werden, solange schwangere Frauen und stillende Mütter zu wenig Nahrung haben, solange Kleinkinder von Mangelernährung betroffen sind, muss ihre Versorgung Vorrang haben.“