Donnerstag, 07. Juli 2016

Geburten einheitlich betreuen

Das Gesundheitsressort arbeitet an einer landesweiten einheitlichen Versorgung von Mutter und Kind rund um die Geburt.

Viele Perspektiven flossen und fließen in die Pläne zur einheitlichen Betreuung ein.
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Viele Perspektiven flossen und fließen in die Pläne zur einheitlichen Betreuung ein.

Im Herbst führten 133 Fachkräfte aus allen Landesteilen - Hebammen, Gynäkologen, Sanitätsassistenten, Krankenpfleger, Pädiater und Führungskräfte im Gesundheitswesen - in allen Gesundheitsbezirken eine Situationserhebung durch. Mitte Februar nahm dann im Rahmen der Tagung "Rund um die Geburt" eine Arbeitsgruppe ihre Arbeit auf. Gemeinsam mit dem technischen Landeskomitee für die Betreuung rund um die Geburt arbeitet diese nun - auf der Grundlage der Situationserhebung - an einem einheitlichen Betreuungsmodell für Südtirol.

Vorschläge wurden analysiert

Die Arbeitsgruppe analysierte die große Fülle an konstruktiven und zukunftsweisenden Vorschlägen, fasste sie in Themenbereiche zusammen und stellte sie Gesundheitslandesrätin Martha Stocker sowie der Führungsspitze des Südtiroler Sanitätsbetriebes vorg. In enger Zusammenarbeit mit dem technischen Landeskomitee für die Betreuung rund um die Geburt werden Vorschläge für Organisationsmodelle, Risikostratifizierung, Betreuungspfade und die Sensibilisierung und Information der Bevölkerung in Angriff genommen.

Auch Perspektive von Schwangeren und Wöchnerinnen fließen ein
Die wohnortnahe Versorgung, die Zusammenarbeit zwischen mehreren Fachgebieten und die Kontinuität in der Betreuung von Mutter und Kind fließen in die Überlegungen mit ein. So soll die Nachbetreuung der Wöchnerinnen in Zukunft auch zu Hause überall in Südtirol gewährleistet werden, um eines der Beispiele der vielen Vorschläge zu nennen.

Berücksichtigt werden sollen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, weshalb sich die beauftragte Arbeitsgruppe bereits zwei Mal mit dem Landeskomitee für die Betreuung rund um die Geburt getroffen hat. In die Arbeiten eingebunden werden nicht nur die Mitarbeitenden aller sieben Südtiroler Krankenhäuser und die in der Betreuung von Mutter und Kind tätigen Berufsgruppen, sondern auch die Sicht der schwangeren Frauen und der Wöchnerinnen. "Die Ideen und Vorschläge für die zukünftige Betreuung sollen von jenen stammen, die tagtäglich in diesem Bereich tätig sind", unterstreicht die Projektkoordinatorin und Direktorin des Landesamtes für Ausbildung des Gesundheitspersonals, Veronika Rabensteiner.

stol/lpa

stol