Freitag, 02. Juli 2021

Gegen „Fake-Fotos“: Bildbearbeitung soll gekennzeichnet werden

Das norwegische Parlament hat ein neues Werbegesetz erlassen: Gegen das Retuschieren von Fotos.

In Norwegen und auch sonst überall auf der Welt leiden immer mehr Kinder und Jugendliche unter einer verzerrten Wahrnehmung des Körperbilds.
In Norwegen und auch sonst überall auf der Welt leiden immer mehr Kinder und Jugendliche unter einer verzerrten Wahrnehmung des Körperbilds. - Foto: © shutterstock
In Norwegen und auch sonst überall auf der Welt leiden immer mehr Kinder und Jugendliche unter einer verzerrten Wahrnehmung des Körperbilds, da sie stets die perfekt zurechtbearbeiteten Fotos von Models oder Influencern vor Augen haben. Makellose Gesichter ohne Pickelchen oder Augenringe und perfekte Körper ohne Cellulitis oder Speckröllchen: Photoshop und Filter machen's möglich.


Das norwegische Parlament will dagegen vorgehen. Ab 2. Juni ist ein neues Werbegesetz in Kraft getreten, um den sogenannten „Fake-Fotos“ entgegenzuwirken und der Jugend ein realistischeres Körperbild zu vermitteln. Retuschierte Fotos auf denen das Aussehen einer Person verändert wird, müssen, egal ob in der Werbung oder von Influencern, ab Sommer 2022 gekennzeichnet werden. Filter von Instagram oder Snapchat fallen auch unter das Gesetz, jedoch darf bei Bildern immer noch der Kontrast und die Helligkeit bearbeitet werden.


Der Verbraucherschutz wird kontrollieren, ob dieser neuen Gesetzgebung auch Taten folgen. Wer seine Fotos ab Sommer 2022 nicht mit dem Logo markiert, das vom Familienministerium in den nächsten Monaten erstellt werden wird, soll eine Geldstrafe erhalten. Die Höhe dieses Bußgeldes wird jedoch noch festgelegt.


„Wir haben uns dazu entschlossen, dass Werbung dieser Art in Zukunft gekennzeichnet werden muss, weil die retuschierten Fotos ein verzerrtes Körperbild auslösen. Wir wollen, dass sich Kinder und Jugendliche in Zukunft so akzeptieren, wie sie sind.“, sagte Familienminister Kjell Ingolf Ropstad.

lmn

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