Donnerstag, 24. November 2016

„Gegen Gewalt an Frauen: Unterschiede akzeptieren, Identität respektieren“

"Es ist richtig, mit einem eigenen Tag auf die Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen, und gleichzeitig ist es traurig, dass man dies tun muss", hat Landtagspräsident, Roberto Bizzo, anlässlich des am 25. November stattfindenden "Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen" in einer Stellungnahme geschrieben.

Bizzo: "Es ist richtig, mit einem eigenen Tag auf die Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen, und gleichzeitig ist es traurig, dass man dies tun muss".
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Bizzo: "Es ist richtig, mit einem eigenen Tag auf die Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen, und gleichzeitig ist es traurig, dass man dies tun muss". - Foto: © STOL

Leider vergehe kein Tag ohne Nachrichten über misshandelte Frauen, manchmal auch über Frauen, die von Männern getötet wurden, weil sie ihr Recht auf freie Wahl nicht akzeptieren, hielt Roberto Bizzo in seiner Stellungnahme fest.

Gewalt gegen Frau ist nicht nur physische Gewalt

"Aber das ist nur die Spitze eines Eisbergs, der mit einer Geringschätzung der Frauen im täglichen Leben anfängt. Gewalt an Frauen ist es nämlich auch, wenn man es akzeptiert, dass Frauen niedrigere Löhne und niedrigste Renten haben, wenn man es für selbstverständlich hält, dass sie sich um Kinder und Senioren kümmern müssen, wenn es einen stört, dass ihnen per Gesetz ein Platz auf den Kandidatenlisten oder in den Verwaltungsräten der öffentlichen Betriebe zusteht, ohne zu verstehen, dass wir alle ohne diesen Zwang auf eine Sichtweise verzichten müssten, die anders als jene der Männer, aber wesentlich ist, um eine harmonische Gesellschaft zu schaffen, die die Bedürfnisse aller berücksichtigt", zitiert das Landespresseamt den Landtagspräsidenten.

Seite an Seite für Chancengleichheit

"Die Gewalt ist also weiter verbreitet, als wir glauben. Umso wichtiger ist es, dass wir Männer uns auf die Seite der Frauen stellen, ihre Forderungen nach Chancengleichheit mittragen, und das nicht nur mit Lippenbekenntnissen, sondern im Geiste des Respekts und der Zusammenarbeit auch im täglichen Leben", so Bizzo in seiner Stellungnahme vom Donnerstag weiter.

Zur Prävention gehöre laut Bizzo auch eine Informationsarbeit, die die Identität jeder Person respektiere, das Verhältnis zwischen Mann und Frau und ihr Anderssein, ebenso wie der Respekt der Erwachsenen vor dem Unterschied zwischen Jungen und Mädchen, schloss Roberto Bizzo seine Stellungnahme.

lpa/stol

stol