Freitag, 11. Juni 2021

Gegen Mobbing am Arbeitsplatz: Gesetzesentwurf angenommen

Um Mobbing und anderen Gewaltformen am Arbeitsplatz Einhalt zu gebieten, hat der Landtag am Freitag einen Gesetzesentwurf angenommen.

Das Gesetz soll Mobbing und anderen Gewaltsformen am Arbeitsplatz vorbeugen.
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Das Gesetz soll Mobbing und anderen Gewaltsformen am Arbeitsplatz vorbeugen. - Foto: © dpa-tmn / Christin Klose
Wie Einbringer Josef Noggler (SVP) am Freitag erklärte, nehmen in Südtirol die Mobbingfälle wie auch im gesamtstaatlichen Trend stetig zu, erklärte Einbringer Josef Noggler (SVP).

Ziel des Gesetzentwurfs sind die Prävention und Handhabung von Diskriminierung in Form von Mobbing, Straining und weiteren Gewaltformen am Arbeitsplatz.

Der Entwurf wurde unter der Schirmherrschaft von Landeshauptmann Arno Kompatscher von einer Arbeitsgruppe unter Leitung der Gleichstellungsrätin Michela Morandini erarbeitet und dann vom Landtagspräsidium übernommen.

Das vorliegende Gesetz zielt vor allem auf präventive Maßnahmen, also auf die Früherkennung von Mobbing am Arbeitsplatz, ab.

Darüber hinaus wird ein Informations-, Beratungs- und Mediationsdienst in Form eines Anti-Mobbing-Dienstes eingerichtet.

Die Maßnahmen verfolgen das Ziel der Sensibilisierung, der Information und der konkreten Zurverfügungstellung von kommunikativen und sozialen Instrumenten für Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um den Teufelskreislauf frühzeitig zu unterbrechen und/oder geeignete Hilfestellungen, in Zusammenarbeit mit einem lokalen Netzwerk, anzubieten.

Der Gesetzentwurf wurde mit 32 Ja und 1 Enthaltung genehmigt.

lpa