Und wünscht sich vor diesem Hintergrund um so mehr eine „mutige Regierung in Rom“, die bei den Corona-Regeln dem Vorbild Frankreichs folgt. Dort gehe man „absolut den richtigen Weg“.<BR /><BR />Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angekündigt, angesichts der zunehmenden Delta-Infektionen die Corona-Regeln wieder zu verschärfen. Und so soll es künftig für viele Dinge einen Test-, Impf- oder Genesungsnachweis („3 G“) brauchen. Schon ab Mittwoch ist dies etwa für Kino- und Theaterbesuche der Fall, ab August soll dies auch für Fernzüge, Restaurants und Bars gelten. Die Regeln gelten natürlich für alle, auch für Touristen. Für diese ist jedoch das Testen im Land nicht kostenlos. <BR /><BR />„Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Regierung in Rom diese Regelungen übernehmen würde“, sagt Widmann. Südtirol allein könne in der derzeitigen Situation die Zügel hingegen nicht anziehen, erklärt er. „Unsere Krankenhäuser sind zum Glück leer, wir haben keinen Notstand. Und damit keinen ausreichenden Grund, strenger als der Staat zu sein“, so Widmann. <BR /><BR />„Dennoch wäre es gut, wenn geimpfte, genesene oder getestete Personen einen Vorteil gegenüber denjenigen hätten, die es eben nicht sind“, unterstreicht Widmann. Und das aus 2 Hauptbeweggründen. „Zum einen schaffen wir damit einen weiteren Anreiz, sich impfen zu lassen. Und die steigenden Infektionen mit der Delta-Variante zeigen, dass wir uns hier sozusagen in einem Wettlauf befinden. Denn wenn die Entwicklung noch 3 Wochen so weitergeht, dann sind wir wieder gelbe Zone“, prophezeit Widmann. Und fügt hinzu: „Die Menschen müssen endlich verstehen, dass wir ohne eine ausreichende Durchimpfungsrate diese Pandemie nie loskriegen werden.“<BR /><BR />Dass die verschärften Corona-Regeln à la Macron die Impfbereitschaft erhöhen, hat sich bereits gezeigt: Nach seiner Ankündigung hatten sich allein an einem Tag 926.000 Menschen in Frankreich für eine erste Impfung angemeldet. Ein Rekordwert für die täglichen Anmeldungen.<BR /><BR />In Südtirol versucht man, die Impfbereitschaft zu erhöhen, indem man den Bürgern so weit wie möglich entgegenkommt – auch räumlich mit den Impfbussen. Ein weiterer wird daher diese Woche, und noch einer kommende Woche durch Südtirol touren. „Das Angebot kommt gut an“. Zudem will man die Impfzentren „nach und nach“ auch ohne Anmeldung öffnen. „Das Beispiel in Bruneck zeigt, dass die Menschen das annehmen“, sagt Widmann. <BR /><BR />Zweites Argument für die Macron-Regelung ist für Widmann, dass nicht-geimpfte Bürger damit wenigstens auch weiterhin testen gehen. „Wir brauchen ein Monitoring, gerade jetzt über die Reisezeit und vor dem Schulbeginn im Herbst“, mahnt Landesrat Widmann. „Ohne Monitoring haben wir eine unkontrollierte Ausbreitung“, fügt er hinzu. <BR /><BR />