Samstag, 18. Mai 2019

„Gelbwesten” gehen in Frankreich wieder auf die Straße

Tausende Anhänger der „Gelbwesten”-Bewegung sind in Frankreich wieder auf die Straße gegangen. Die Menschen protestierten in Paris, Toulouse oder Nancy, wie der Nachrichtensender BFMTV am Samstag berichtete. Im Reims sei es am Rande der Demonstration zu einzelnen Ausschreitungen gekommen, berichtete der Radiosender Franceinfo.

Dieses Mal wurde auch gegen Monsanto demonstriert Foto: APA (AFP)
Dieses Mal wurde auch gegen Monsanto demonstriert Foto: APA (AFP)

Die „Gelbwesten” protestieren seit einem halben Jahr gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron. Der Zulauf verminderte sich zuletzt. Am vergangenen Wochenende hatte das Innenministerium 1. 600 Menschen gezählt, die sich an den Aktionen beteiligten.

In Paris, Toulouse oder Bordeaux protestierten auch Hunderte gegen den zum Bayer-Konzern gehörenden US-Saatgut- und Pestizidhersteller Monsanto und andere Branchenriesen. Die Menschen forderten eine andere Agrarpolitik.

Liste mit rund 200 Namen

Bayer hatte zu Wochenbeginn bestätigt, dass Monsanto wahrscheinlich seit Mitte des Jahrzehnts europaweit Listen mit Namen von Unterstützern und Kritikern habe erstellen lassen. In Frankreich laufen deshalb Vorermittlungen gegen Monsanto wegen des Verdachts der illegalen Erfassung privater Daten.

Rund 200 Namen von Wissenschaftern, Journalisten und Politikern sollen auf den Listen zu finden sein, darunter beispielsweise der von Segolene Royal, Ex-Umweltministerin und Gegnerin des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat.

apa/dpa

stol