<b>STOL: Herr Reichhalter, ab Juni 2026 sollen die Autofahrer in Italien die Mautgebühren zurückerstattet bekommen, sofern sie eine bestimmte Zeit im Stau stehen. Was sagen Sie dazu?</b><BR />Hartmann Reichhalter: Bevor diese Regelung in Kraft treten kann, sind viele Vorarbeiten zu leisten, sowohl in technischer Hinsicht, als auch in strategischer. <BR /><BR /><b> <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/mautgebuehr-bei-stau-zurueck-wie-es-funktioniert-und-wann-man-geld-bekommt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">So schaut die Regelung aus, hier erfahren Sie wie lange Sie im Stau stehen müssen, um Geld zu bekommen und ab wann das gilt. </a></b><BR /><BR /><b>STOL: Aber Sie bestätigen es? Auch auf der Brennerautobahn sollen die Mautgebühren zurückerstattet werden, wenn man eine gewisse Zeit im Stau steht?</b><BR />Reichhalter: So ist es, die Brennerautobahn ist davon nicht ausgenommen. Um zur Antwort von vorhin zurückzukommen: Wir als A22-Gesellschaft werden auf jeden Fall unsere Hausaufgaben machen und für Juni 2026 gerüstet sein. <BR /><BR /><b>STOL: Auf der A22 sind ja nicht wenige Baustellen und auch wegen des starken Reise- und Warenverkehrs gibt es immer wieder längere Staus: Dieser Beschluss könnte der Brennerautobahn also durchaus teuer zu stehen kommen, wenn sie es ist, die die Gebühren zurückzahlen muss...</b><BR />Reichhalter: Das ist die Frage. Im Beschluss wird vieles definiert, nicht aber, wer die Mautgebühren erstatten muss – ob die Autobahngesellschaft selbst, oder der Staat. Davon hängt natürlich vieles ab. <BR /><BR /><b>STOL: Der erste Schritt ist ja so, dass die Autobahngesellschaft die bereits bezahlte Mautgebühr – im Falle eines längeren Staus – wieder löscht...</b><BR />Reichhalter: Genau. Aber ob die Autobahngesellschaft dann auf diesen Kosten sitzen bleibt, oder der Staat, das muss noch geklärt werden.<BR /><BR /><b>STOL: Sollten die Autobahngesellschaften selbst für die Kosten aufkommen müssen, ist dann nicht zu befürchten, dass man weniger Baustellen einrichtet, da diese ja Staus und in der Folge Kosten verursachen könnten?</b><BR />Reichhalter: Jene Gesellschaften, die auf Gewinn aus sind, werden sich mit Sicherheit diese Gedanken machen. Wir als Brennerautbahn-Gesellschaft sind aber nicht auf Gewinn aus, sondern darauf, unsere Einnahmen für eine gute Instandhaltung zu reinvestieren. Wie gesagt: Sollte der Start dieser Regelung ab Juni 2026 sein, dann werden wir bereit sein.