„Für 70 Euro Sitzungsgeld als Gemeinderat das ganze Zettelwerk ist zu viel“, sagt Präsident Dominik Oberstaller.<BR /><BR />Laut Regionalgesetz von 2014 müssen derzeit nur Bürgermeister und Stadträte in Gemeinden über 50.000 Einwohner ihr Einkommen und Vermögen offenlegen – also Bozen und Trient. „Jetzt hat die Region mit der Antikorruptionsbehörde vereinbart, dass auch die Stadträte und Gemeinderäte in Gemeinden über 15.000 Einwohner der Pflicht unterliegen sollen“, sagt Regionalassessor Franz Locher. Er findet dies vor allem für Gemeinderäte übertrieben. „Aber wir werden schwer auskommen, uns dem Staat anzupassen“, so Locher.<BR /><BR />Gift und Galle spucken die Gemeinden. „Unsere Regelung von 2014 muss unbedingt beibehalten werden. Sie wurde 2014 in Abweichung zur staatlichen Regel eingeführt und nicht angefochten. Also besteht kein Grund, sie zu ändern“, stellt Präsident Dominik Oberstaller klar.<BR /><BR />Was Gemeindeverwalter verdienen, sei im Internetportal der Region einsehbar. Jetzt auch noch das Vermögen bis hin zum privaten Auto samt Baujahr offenlegen zu müssen, bedeutet wieder mehr Bürokratie und Aufwand. „Und dagegen wehren wir uns“, so Oberstaller. In Bozen verdienen Gemeinderäte 1.200 Euro brutto, in Meran, Brixen, Bruneck und Leifers gebe es aber nur 70 Euro Sitzungsgeld. „Da steht die ganze Offenlegung in keinem Verhältnis zur Entschädigung“, so Oberstaller.<BR /><BR />Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. Der Nachtragshaushalt kommt jetzt in die Regionalregierung.