„Gemeindesekretäre sind die ranghöchsten Beamten in unseren Gemeinden. Sie betreuen viele interessante Aufgabenfelder, ihr Kompetenzbereich ist weitreichend. An sich ein lukrativer und spannender Job und deshalb nicht nachvollziehbar, warum sich immer weniger Menschen dafür interessieren“, meint Landtagsabgeordneter Franz Locher.<BR /><BR />Allerdings habe man ihn wissen lassen, dass dies weniger an mangelndem Interesse, vielmehr jedoch an fehlenden Kursen und Prüfungen liege. Diesem Aspekt wollte Locher nachgehen und hat im Rahmen der Aktuellen Fragestunde eine entsprechende Anfrage gestellt. Derzeit sind 12 Stellen für Gemeindesekretäre in Südtirol unbesetzt.<BR /><BR />Landeshauptmann Arno Kompatscher, in dessen Zuständigkeitsbereich auch die Gemeinden des Landes fallen, informierte den Südtiroler Landtag darüber, dass während der Corona-Pandemie der laufende Befähigungslehrgang ausgesetzt werden musste und erst im August 2020 wieder aufgenommen werden konnte. Nach den schriftlichen Prüfungen im November 2021 fänden gerade in diesen Tagen die mündlichen Abschlussprüfungen statt.<BR /><BR /><b>„Wir brauchen Gemeindesekretäre“</b><BR /><BR />Gesetzlich sei jedes zweite Jahr ein Befähigungslehrgang vorgesehen, alternierend in Trient und in Bozen. Kompatscher wies darauf hin, dass – obwohl derzeit in Trient ein Lehrgang stattfindet - bereits 2023 eine außerordentliche Prüfungssession ausgeschrieben werden soll. „Das ist eine gute Nachricht“, sagt Franz Locher und betont: „Wir brauchen Gemeindesekretäre. Sie sind Rechts- und Finanzexperten, sie sind Führungskräfte, sie sind wertvolle Berater und eine große Stütze für unsere Bürgermeister.“<BR /><BR />Locher hofft, dass alle Anwärter die laufenden Prüfungen bestehen und dass möglichst viele interessierte Frauen und Männer an den nächsten Befähigungskursen teilnehmen werden. Dann könnten die 12 vakanten Stellen schnell nachbesetzt und die Sekretäre, die derzeit für 2 Gemeinden zuständig sind, etwas entlastet werden, so der Landtagsabgeordnete.