Montag, 14. November 2016

Gemeindenfinanzierung: Rösch solidarisiert sich mit Caramaschi

In der Diskussion um die Gemeindenfinanzierung durch das Land stellte sich der Meraner Bürgermeister Paul Rösch an die Seite des Bozner Bürgermeisters Renzo Caramaschi. Caramaschi hatte die Regelung zur Verteilung der Landesgelder kürzlich scharf kritisiert.

„Die Sonderrolle der Ballungszentren wird derzeit zu wenig berücksichtigt“, erklärte Rösch am Montagmittag. - Foto: Stadtgemeinde Meran
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„Die Sonderrolle der Ballungszentren wird derzeit zu wenig berücksichtigt“, erklärte Rösch am Montagmittag. - Foto: Stadtgemeinde Meran

„Die Sonderrolle der Ballungszentren wird derzeit zu wenig berücksichtigt“, erklärte Rösch am Montagmittag. „In Bozen und Meran erfüllen wir nicht nur Aufgaben für unsere Bürgerinnen und Bürger, sondern für alle umliegenden Gemeinden. Es ist vollkommen klar, dass wir dadurch erheblich höhere Ausgaben haben. Das wissen zwar alle, aber natürlich will niemand deswegen auf Geld verzichten“, so der Meraner Bürgermeister in einer Presseaussendung.

Finanzieller Mehraufwand für Südtirols größte Gemeinden

Paul Rösch will sich nun gemeinsam mit Caramaschi für eine Änderung der Regelung stark machen. Er verwies auf eine EURAC-Studie und des Innsbrucker Instituts für Verwaltungsmanagment (IVM), die bereits im Jahr 2012 den finanziellen Mehraufwand für sogenannte „zentralörtliche Aufgaben“ der größten Südtiroler Gemeinden beziffert hatte.

Meran und Bozen wollen zusammenarbeiten

Anknüpfend daran werde eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Städte Bozen und Meran Zahlen und Argumente liefern, um das bestehende Ungleichgewicht bei der Gemeindenfinanzierung aufzuzeigen und so bald wie möglich zu beheben, so der Meraner Bürgermeister abschließend.

stol

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