„Wir Bürgermeister weinen Bussadori keine Träne nach“, heißt es. Der Alpenverein und der Landesbeirat für Chancengleichheit sprechen sich hingegen für den Verbleib von Virna Bussadori aus. <BR /><BR />Wie der Gemeindenverband in einer Aussendung betont, habe sich die Mehrheit der Bürgermeister im Verwaltungsrat des Gemeindenverbandes für die Umbesetzung ausgesprochen. Dabei gehe es nicht um eine Infragestellung der fachlichen Kompetenz der derzeitigen Stelleninhaberin. Diese wurde ausdrücklich hervorgehoben.<h3> Was die Bürgermeister kritisieren</h3>In den letzten Jahren seien jedoch in verschiedenen Bereichen der Abteilung organisatorische Schwächen sichtbar geworden, meinen die Bürgermeister. Beispiele seien die Genehmigung des Landschaftsleitbildes, Änderungen im Bereich der Naturparks oder die teils überlangen Bearbeitungszeiten von Bauleitplanänderungen, auf deren finale Genehmigung Gemeinden mitunter bis zu zwei Jahre warten mussten. <BR /><BR />„Solche Verzögerungen sind ein klares Zeichen dafür, dass strukturell nachgebessert werden muss. Es geht nicht um eine persönliche Abrechnung, sondern um die Notwendigkeit einer effektiven Verwaltungsstruktur, die den Anforderungen der Gemeinden gerecht wird“, so der Gemeindenverband.<BR /><BR /><embed id="dtext86-70918305_quote" /><BR /><BR />„Wir Bürgermeister weinen Bussadori nicht nach. Sie hat den Gemeinden nicht viel Gehör geschenkt“, sagt Vizepräsident Dominik Oberstaller. „Wir unterstellen Bussadori nichts, an ihrer Kompetenz zweifelt keiner, doch geht es darum, gemeinsam etwas weiterzubringen“, sagt Albin Kofler, Vorsitzender der SVP-Arbeitsgruppe Gemeindepolitik.<BR /><BR />Laut Gemeindenverband habe Zerzer bereits während seiner fünfjährigen Tätigkeit als Ressortdirektor von Landesrat Theiner – insbesondere bei der Phase der Ausarbeitung und Genehmigung des Landesgesetzes für Raum und Landschaft – „ausgeprägtes Organisations- und Umsetzungstalent“ bewiesen. Auch seine Fähigkeit zur Partizipation sowie zur konstruktiven Zusammenarbeit mit den Gemeinden sei „deutlich sichtbar“ geworden. <h3> Alpenverein und Chancenbeirat ihre Fürsprecher</h3>Für den Landesbeirat für Chancengleichheit würde eine Abberufung Bussadoris hingegen dem Gleichstellungsaktionsplan Aequitas widersprechen. „Bussadori ist ein fachlich anerkanntes Vorbild. Ihre Absetzung wäre ein falsches Signal für die Wertschätzung weiblicher Führungskompetenz.“ <BR /><BR />Auch der Alpenverein unterstreicht Bussadoris „ausgezeichnetes Fachwissen“ und tritt für ihren Verbleib an der Abteilungsspitze ein. Sie habe die fachliche Kompetenz, die bei jeder Entscheidung in dieser sehr komplexen Materie äußerst erforderlich sei. „In Bussadori haben wir immer eine ausgewogene Stimme und Haltung auch den Belangen des Natur- und Umweltschutzes gegenüber und kommen auch in kontroversen Diskussionen mit gegenseitigem Respekt zu einvernehmlichen Ergebnissen“, so AVS-Präsident Georg Simeoni in einer Aussendung.